Teamarbeit

Doppelspitze für den Lörracher Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 25. Mai 2019 um 11:00 Uhr

Lörrach

Zum ersten Mal teilen sich zwei Mitarbeiter die Fachbereichsleitung Stadtentwicklung und Stadtplanung in Lörrach: Gerd Haasis und Alexander Nöltner.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass der bis zum Sommer 2018 von Monika Neuhöfer-Avdic geführte Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung von 1. Juni an von einer Doppelspitze geführt wird: Nöltner und Haasis werden die erste geteilte Führung im Haus übernehmen, teilt die Stadtverwaltung mit. "Wir haben bereits in Projekten, wie beispielsweise dem Zentralklinikum, sehr gute Erfahrungen mit einer Doppelspitze als Leitung gemacht. Warum dieses Führungsmodell also nicht auch für die Verwaltung nutzen?", sagt Oberbürgermeister Jörg Lutz.

Die Stadt möchte die Expertise und Kompetenz der Mitarbeitenden nutzen und interne Fach- und Führungskräfte bei der Wahrnehmung von Führungsaufgaben und Nachbesetzung von Leitungsstellen unterstützen und fördern. Die Vorteile dafür lägen auf der Hand: Beide würden vom Knowhow des anderen profitieren, könnten sich in ihren Kompetenzen ergänzen und so die Komplexität und wachsende Geschwindigkeit der Aufgaben besser bewältigen. Das Vier-Augen-Prinzip sichere die hohe Qualität der Arbeit.

Faktisch schon seit einem Jahr gemeinsame Leiter

Gerd Haasis (54), der seit einem Jahr den Fachbereich kommissarisch leitet, ist seit 1999 als Stadtplaner bei der Stadt tätig und seit 2013 stellvertretender Leiter des Bereichs. Er sei eine erfahrene Fach- und Führungskraft. Nöltner (28), der Geographie und Stadtplanung studiert hat und seit 2017 bei der Stadt als Stadtplaner angestellt ist, bringe neue Ideen und die Sicht von außen mit ein. "Seit fast einem Jahr üben sie die geteilte Führung faktisch schon aus, jetzt wird es auch offiziell", sagt Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic über den praktischen Bezug. Die Aufgabenwahrnehmung sehe vor, dass sich beide gegenseitig vollumfänglich vertreten, wobei es projektbezogene Schwerpunkte geben werde.

Sollte sich diese Art der Führung bewähren, sei es laut Stadtverwaltung durchaus denkbar, dass in Zukunft dieses Führungsmodell bei der Stadt öfter Verwendung findet.