Reise

Easy going: Skifahren in Georgien im Goderdzi Ski Resort

Stefan Zahler

Von Stefan Zahler

Sa, 24. Februar 2018 um 11:58 Uhr

Reise

In den Weiten des Kleinen Kaukasus in Georgien wurde mit EU-Fördergeldern das Goderdzi Ski Resort gebaut. Gäste gibt es wenige, das freut Skifreunde, die ihr Glück in unverspurten Hängen suchen.

Absurd ist das Wort der Woche. Wer immer es sagt, unterstreicht die Bedeutung des Wortes mit einem ungläubigen Staunen, einem süffisanten Grinsen oder einem ratlosen Kopfschütteln.
Foto-Album: Skifahren in Georgien
Adscharien, eine autonome Republik in Georgien. Die türkische Grenze im Süden ist in Sichtweite. Der Himmel hat sich rausgeputzt, als wolle er beweisen, dass es blauer kaum geht irgendwo auf diesem Planeten. Die Berge sind geschmeidig, manchmal fast lieblich, mehr Voralpenland denn Hochgebirge. Der Kleine Kaukasus ist der Gegenentwurf zu den mächtigen Zacken des großen Bruders, die sich am Horizont dem unwiderstehlichen Blau entgegenstrecken.

In dem weiten weißen Nichts dieser menschenvergessenen Bergregion schnurrt eine nagelneue Doppelmayer-Umlaufseilbahn mit roten Kabinen. Zwei freundliche junge Frauen sitzen ein paar Meter entfernt in einer einfachen Holzhütte. Die eine versucht die in Großbuchstaben auf ein Papier gekritzelten Namen zu identifizieren, die andere hantiert mehr oder weniger geschickt mit einer Computerkamera. Das Ergebnis ist ein Skipass für das Goderdzi Ski Resort – sieben Tage für 133 Lari, umgerechnet 43 Euro. Unscharfes Passbild inklusive.

Tatsächlich erscheint es ein bisschen absurd, in diesem abgelegenen Landstrich ein Skigebiet etablieren zu wollen. Und auch wieder nicht. Gäbe es die zwei Lifte nicht – der Kabinenbahn schließt sich ein Achtersessellift mit Wetterhauben an –, wären wir vielleicht nicht da. Und ...

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