Egringen lehnt Funkmast ab

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

Fr, 15. Februar 2019

Efringen-Kirchen

Die Telekom würde gern auf den Schlauchturm der Feuerwehr einen elf Meter hohen Mast setzen.

EFRINGEN-KIRCHEN-EGRINGEN (cre). Der Ortschaftsrat Egringen hat in seiner jüngsten Sitzung die Anfrage der Telekom nach Errichtung eines D1-Mobilfunkmastes auf dem Schlauchturm der Feuerwehr neben dem Rathaus abgelehnt. Der Antrag wird auch noch in einer der nächsten Sitzungen des Technischen Ausschusses des Gemeinderats Thema sein.

Dieser beantragte Mast müsste entsprechend den Vorgaben eine Höhe von 21,5 Metern aufweisen, würde also auf dem elf Meter hohen Schlauchturm noch um weitere mehr als elf Meter aufragen. Bereits Ende 2017 hatte den Ortschaftsrat ein Schreiben der Gemeinde erreicht, die den Rat zu prüfen bat, ob im Ort ein Gebäude für die Errichtung einer Mobilfunkanlage in Frage käme. Damals hatte das Egringer Gremium zwar einheitlich für eine solche Anlage votiert, jedoch mit der Einschränkung, dass diese für alle Anbieter offen zu halten sei. Zudem wurde als Standort das auf dem Läufelberg gelegene Schützenhaus ins Gespräch gebracht.

In der nun vorliegenden Anfrage wird seitens der Telekom der Schlauchturm der Feuerwehr mitten im Ort neben dem Rathaus favorisiert. Eine Zeichnung zur Unterstützung des Vorhabens war den Unterlagen beigefügt. Es handelt sich dabei um eine schlanke Säule, auf deren Spitze ein etwa ein auf zwei Meter großer "Kasten" thront. Nur so sei die gewünschte Wirkung zu erzielen, hieß es in der Anfrage.

Schnell war man sich im Ratsrund einig, dass ein solches Gebilde nicht gerade ins Dorfbild passe. Es sei, wie Beate Züffle sagte, schlicht zu hoch. Bärbel Ganter ergänzte, dass sie es merkwürdig fände, wenn das Amt für Denkmalschutz, welches "sonst immer so viel Theater" mache, diesem Vorhaben zustimmen würde. Ortsvorsteher Jürgen Schopferer bemerkte dazu, dass der Ortschaftsrat nicht über den Denkmalschutz zu entscheiden habe.

Nach kurzer Diskussion sprachen sich die Ratsmitglieder einstimmig gegen die Errichtung eines solchen Masts auf dem Feuerwehrschlauchturm aus. Als Begründung wurde die Höhe des Turms angegeben sowie dessen Beeinträchtigung des Dorfbildes. Außerdem sei die Frage der Statik zu klären, wurde ergänzt.