Ein Besucher pro Patient und Tag

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 22. Oktober 2020

Waldshut-Tiengen

Das Klinikum Hochrhein reagiert auf die steigenden Corona-Zahlen und schränkt den Publikumsverkehr im Spital ein .

(BZ). Das Klinikum Hochrhein in Waldshut fährt angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen seine Sicherheitsvorkehrungen wieder hoch.

Bereits in der vergangenen Woche wurden die Corona-Krisenstäbe reaktiviert, um gezielte und vor allem zeitnahe Entscheidungen treffen zu können. Um die Patienten, aber auch die Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, wird der Publikumsverkehr im Klinikum von heute, Donnerstag, an erneut begrenzt werden. Das geht aus einer Mitteilung des Klinikums hervor. "Die aktuelle Infektionslage lässt uns leider keine andere Wahl. Wir sind sehr gut durch die erste Welle gekommen – dies konnte nur gelingen, weil wir das Klinikum nach außen abgeschottet haben und potentiell Infizierte sofort isolierten", erklärt Hans-Peter Schlaudt, Geschäftsführer der Klinikum Hochrhein GmbH. Besuche würden nun reglementiert, jedoch nicht verboten werden. "Wir hoffen sehr, dass diese Maßnahme ausreichend sein wird, da wir uns im Klaren darüber sind, wie wichtig soziale Kontakte insbesondere für Erkrankte sind", wird der Geschäftsführer in der Pressemitteilung zitiert.

Innerhalb der Besuchszeiten von 11 bis 18 Uhr darf künftig jeder Patient täglich einen Besucher empfangen. Um einen Überblick zu behalten, wie viele Besucher sich im Klinikum aufhalten, erhält der Patient bei seiner Ankunft im Krankenhaus einen so genannten Besucherausweis. Im Rahmen der Patientenanmeldung wird ein Erstkontakt im Krankenhausinformationssystem erfasst. Diese Person kann das Krankenhaus einmalig ohne Besucherausweis betreten, um den Ausweis bei dem entsprechenden Patienten abzuholen. Der Besucherausweis besitzt eine Gültigkeit von sieben Tagen und kann bei Bedarf an der Information verlängert werden. Der Besucherausweis darf auf Wunsch des Patienten unter Angehörigen oder Freunden weitergegeben werden. Wir empfehlen zum Schutz des Patienten möglichst nur einen festen Besucher. Der Sicherheitsdienst der Klinikum Hochrhein GmbH wird am Eingang kontrollieren, dass der nummerierte Besucherausweis nur einmal am Tag Zutritt zum Klinikum erhält.

"Es ist eine schwierige Zeit für uns alle, die mit vielen Verunsicherungen und Unklarheiten einhergeht. Ich hoffe jedoch, dass wir mit diesem Verfahren sicher durch die nächsten Wochen kommen und baue darauf, dass sowohl Angehörige als auch Patienten Verständnis für diese Maßnahme haben - die keine Schikane – sondern Schutz darstellen soll", so Hans-Peter Schlaudt und weiter: "Es gibt heutzutage zahlreiche Formen des Kontakthaltens nicht zuletzt durch die Telefonie und das Smartphone. Wir haben eine gute WLAN-Verfügbarkeit im Klinikum." Schlaudt appelliert, diese Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu nutzen und die Angehörigen gegebenenfalls mit der entsprechenden Technik für die Verweildauer im Krankenhaus auszustatten.