Ein neuer Roman gibt Büchners Woyzeck Fleisch und Blut
Diese Woche vor 200 Jahren hat Johann Christian Woyzeck in Leipzig seine Geliebte erstochen. Der Schwede Steve Sem-Sandberg versucht, der historischen Figur des Büchner-Dramas eine Stimme zu geben.
Die geschundene, erniedrigte Kreatur: Nicola Mastroberardino (vorne links) als Woyzeck in Ulrich Rasches Inszenierung am Theater Basel 2017 Foto: Theater
"Sie sind ein Tier. Eine seelenlose Bestie." Für den Gutachter des Gerichts ist der Fall klar: Tod durch das Schwert. Diese Woche vor genau 200 Jahren ließ ein zerlumpter, obdachloser 41-jähriger Ex-Soldat in seiner Heimatstadt Leipzig eine gestohlene, zerbrochene Degenklinge in einen Holzgriff montieren, um wenige Stunden später, glühend vor Eifersucht, ...