Ein wichtiges Ziel ist es, Menschen zu ermutigen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 09. Juli 2020

Vogtsburg

Andrea Ludwig wird im Freiburger Münster von Weihbischof Christian Würtz als Gemeindereferentin beauftragt.

. Am Samstag, 11. Juli, wird Weihbischof Christian Würtz im Freiburger Münster vier Frauen als Gemeindereferentinnen beauftragen. Eine von ihnen ist Andrea Ludwig aus Vogtsburg, die in der Seelsorgeeinheit Vogtsburg im Dekanat Breisach-Neuenburg tätig ist.

Nach dem Studium der katholischen Theologie in Bochum sowie einer freiberuflichen Tätigkeit in der Kommunikationsbranche absolvierte Andrea Ludwig die praxisbegleitende Ausbildung zur Gemeindereferentin. Das Praxissemester verbrachte sie in Umkirch, das berufspraktische Jahr führte sie nach Neuenburg und Heitersheim.



Ein Leben in Fülle
Die Arbeit mit Menschen hat die 56-Jährige dazu bewogen, Gemeindereferentin werden zu wollen: "Sie ist für mich besonders erfüllend. Mir ist es wichtig, ein bereicherndes Miteinander zu gestalten, bei dem die Menschen sich einbringen können. Das Ziel bleibt das Leben in Fülle und die Menschen einzuladen, daran mitzuwirken, macht mir besonders Freude", sagt sie. Besonders wichtig seien ihr die Deutung des Lebens auf das Evangelium hin sowie die umgekehrte Deutung des Evangeliums aus dem konkreten Leben. Sie wolle Menschen mit ihren Sorgen und Nöten, aber auch mit ihren Ideen und Wünschen, ernst nehmen. Ziel sei es, Menschen zu ermutigen.

Die größte Herausforderung bei den aktuellen Aufgaben der Kirchenentwicklung in der Erzdiözese Freiburg sei es, Nähe zu gestalten, "damit Menschen ermutigt werden können, ihren Glauben zu gestalten und zu leben", erklärt Ludwig. Eine weitere Herausforderung sei die Gestaltung des kollegialen Austausches.

Mit Blick auf den Verkündigungsdienst lässt sich Andrea Ludwig von dem Grundsatz der themenzentrierten Interaktion (TZI) führen – ein Konzept zur Arbeit in Gruppen, dessen Ziele soziales Lernen und die Förderung persönlicher Entwicklung sind. "Die Axiome der themenzentrierten Interaktion (TZI) sind ein guter Schutz davor, Ansätze zu verabsolutieren und das Wesentliche aus den Augen zu verlieren", erläutert sie. "Für mich ist der Mensch das Wesentliche, Ehrfurcht gebührt allem Lebendigen und seinem Wachstum", betont die Gemeindereferentin. Sie sehe ihre Aufgabe darin, Menschen zu unterstützen und zu begleiten, ihren Glauben zu leben. Wie das konkret aussehe, wüssten die Menschen besser als sie.