Odenwald

Eine Gärtnerin will biologische und intensive Landwirtschaft versöhnen

Christian J. Meier

Von Christian J. Meier

Sa, 25. Mai 2019 um 10:00 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Vivian Glover verwirklicht im Odenwald ihre Variante des Superbiogartens – ohne Kunstdünger und Pestizide. Der "Gemüsegarten Hoxhohl" ist durchgetaktet wie eine Fabrik.

Wie ein verirrter Schrebergarten hängt Vivian Glovers Arbeitsplatz an einem Hang des Odenwalds beim Dörfchen Hoxhohl: Ein Flickenteppich aus grünen, braunen und violetten Beeten, inmitten eintöniger Äcker.

Sich selbst einen Job in der Landwirtschaft zu schaffen, erschien der 31-Jährigen zunächst aussichtslos. Denn die Landwirtschaft gehört zu den kapitalintensivsten Branchen: Allein Bauten und Maschinen verschlingen über eine halbe Million Euro – pro geschaffenem Arbeitsplatz. "So viel Geld hatte ich nach dem Studium nicht", sagt Glover. Sie ging einen anderen Weg und vereint, was als unvereinbar gilt: Ökologische und intensive Landwirtschaft.

Wenig Fläche und der Verzicht auf teure Maschinen senkten ihre Investitionen auf rund 45 000 Euro. "Stattdessen braucht man Hirnschmalz", sagt Glover. Dass ihr Vorhaben mit Gemüse am besten gelingen kann, war ihr früh klar. "Damit lässt sich auf kleiner Fläche ein relativ hoher Umsatz erzielen", sagt sie. Glover folgt dem Konzept der "biointensiven Landwirtschaft".

An dessen Anfang standen Berge von Pferdemist im Paris des 19. Jahrhunderts. Das Entsorgungsproblem lösten die Gärtner der Stadt: Sie düngten damit ihre Beete. Der zusätzliche Nährstoff erlaubte ihnen eine hohe Produktivität. Auf nur sechs Prozent der Stadtfläche zogen sie Gemüse für die Metropole. Doch Kunstdünger, Maschineneinsatz und billiger ...

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