Eine Glasvitrine für Gallus

Aribert Rüssel

Von Aribert Rüssel

Fr, 03. Juli 2020

Teningen

Heimbacher Ortschaftsrat thematisiert erneut das Schicksal der Statue / Leitbild ist auch Thema.

Nach längerer Pause, bedingt durch Corona fand am Montagabend wieder eine öffentliche Ortschaftsratssitzung in Heimbach statt. Um den nötigen Abstand einhalten zu können, fand die Sitzung nicht wie gewohnt im Bürgersaal, sondern in der Anton-Götz-Halle statt. Die Wiederaufstellung der Gallus-Statue und das Leitbild waren die beiden wesentlichen Themen.

Das Thema Gallus-Statue beschäftigt den Ortschaftsrat schon seit geraumer Zeit. Mit Hilfe sachkundiger Bürger wie Christa Götz als Vorsitzende des Geschichts- und Bürgervereins, Peter Martin, dem von Pater Donatus beauftragt Experten, der sich um die Instandhaltung der Statue kümmert, und Rudi Hügle, dem Sprecher des Gemeindeteams St. Gallus, ist man übereingekommen, die renovierten Fragmente der Statue in einer Art Collage in einer Vitrine am Kirchvorplatz aufzustellen. Dazu gibt es bereits einen Beschluss der nichtöffentlichen Sitzung vom 25. Mai. Die Vitrine soll eine Breite von 3,20 Metern, eine Höhe von 2,40 Metern und eine Tiefe von 0,40 Metern haben, um die entsprechenden Teilstücke der ehemaligen Statue ansprechend und mit informativen Text präsentieren zu können. Für die Ausführung der Vitrine in Edelstahl-Leichtbauweise und Glas, wird noch nach einem Lieferanten gesucht. Die Kosten sind noch nicht ermittelt und müssen noch in den Haushalt eingestellt werden. Einstimmig wurde der Beschlussfassung zugestimmt, dass die Höhe der Vitrine nicht die der Mauer übersteigt. Das Ortschaftsamt wird beauftragt, eine Detailplanung der Vitrine zu erstellen, einschließlich den Vorschlägen für die Anordnung der Fragmente der Statue und für die Erklärungstafel.

Leitbild soll Standard für Entwicklung des Ortes sein

Auch das Leitbild ist ein Thema, das durch die aktive Mitgestaltung der Bürger auf ein großes Interesse stößt. Ortsvorsteher Hans-Ulrich Lutz bezeichnete es als "Standard der kommunalpolitischen Entwicklung für Heimbach". Die Sitzung wurde auch diesmal von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern mit großem Interesse verfolgt.

So gab es eine Änderung wegen eines Formfehlers beim Ortschaftsausschuss. Die neue Zusammensetzung besteht aus den Ortschaftsräten Thomas Hügle, Werner Gugel, Uli Hummel und Werner Kunkler, aus den sachkundigen Bürgerinnen Christel Stelzer und Anna Kanzler und für die Verwaltung Ortsvorsteher Hans-Ulrich Lutz. Als offizielle Dokumentation der Gemeinde wurde die Ortsbild Broschüre Heimbach inzwischen durch Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker rechtlich bewertet. Er bestätigte nach einigen formellen Änderungen der Bestandsaufnahme die hervorragende Charakteristik. Nach Freigabe und Druck soll eine Verteilung an alle Heimbacher Haushalte erfolgen. Konkret konnten durch die Pandemie keine weiteren Absprachen erfolgen, die Themen der damaligen Arbeitsgruppen werden weiterhin gesichtet und sollen in Maßnahmenblätter übernommen, bearbeitet und in den Ortschaftsrat eingebracht werden.

Der Bürgermeister nahm die Gelegenheit wahr, darauf hinzuweisen, dass die Lockerungen nicht darüber hinweg täuschen dürfen, dass die Sicherheitsmaßnahmen weiterhin beachtet werden sollten, denn Corona sei noch lange nicht vorbei.