Tiermedizin

Erschossene Wölfe, vergiftete Hunde – Forensiker sind gefragt

Martin Lindner

Von Martin Lindner

Sa, 23. September 2017 um 00:00 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Die forensische Tierpathologie boomt. Manche Herrchen zahlen bis zu 800 Euro, um herauszufinden, an was ihr Hund gestorben ist. Heikel wird es, wenn es um sexuellen Missbrauch geht.

Die Nachricht von Nummer 53 ging um die Welt. Als der junge Humboldt-Pinguin im Februar dieses Jahres spurlos aus dem Mannheimer Luisenpark verschwand, landete die Meldung sogar auf den Internetseiten der New York Times. Tage später fand man das geschützte Zootier am Rand eines Parkplatzes – ohne Kopf. Doch war es Entführung und Tod durch Menschenhand oder Beutefang durch ein anderes Tier?
Vermutlich, so legte die angeordnete Obduktion nahe, ist der wertvolle Seevogel mit der nummerierten Flügelmarke einem Raubtier zum Opfer gefallen, vielleicht einem Fuchs oder Greif. Anfang März stellte die Staatsanwaltschaft Mannheim ihre Ermittlungen gegen Unbekannt ein.
Auch der Fall des vor kurzem im Schluchsee aufgefundenen, erschossenen Wolfs wirft ein Schlaglicht auf eine zunehmend gefragte Kunst – die forensische Tierpathologie. Sie kommt ins Spiel, wenn bei toten Tieren rechtliche Fragen im Raum stehen. "Der Bedarf für forensische Untersuchungen steigt", bekräftigt der Pathologe Andreas Beineke von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. "Der Tierschutzgedanke ist in der Gesellschaft stärker geworden, Tierbesitzer sind streitbarer und aufgeklärter." Tiere werden dadurch vom Opfer zum Beweismittel.
Mehr als jede vierte Katze ...

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