Miteinander

Erspart uns bitte die Panikmache mit völlig irrelevanten Labortests!

Volker Amend

Von Volker Amend (Freiburg)

Sa, 24. Oktober 2020

Leserbriefe

Zu: "Krankenhäuser sind vorbereitet", Beitrag von Bernhard Walker und Agenturen (Politik, 9. Oktober)
Was ist für die Beurteilung einer Pandemie ausschlaggebend? Die Zahl der in einem Labor als positiv beurteilten Tests oder die Zahl der nachgewiesen Erkrankten und Verstorbenen? Wenn die Krankenhäuser leer bleiben, das Krankenhaus-Personal kurzarbeitet und die Sterberate im Normbereich ist, die Zahl der positiven Tests aber steigen, spricht man von einer Laborpandemie. Eine Pandemie, die nur in den Laboren stattfindet, nicht aber in der Realität. Dazu sollte man wissen: Der nicht standardisierte und nicht validierte (nicht für die Feststellung von Infektionen zugelassene) Test von Herrn Drosten hat eine Fehlerquote von bis zu zwei Prozent. Bei 1,1 Millionen Tests werden also jede Woche 22 000 Menschen umsonst in Quarantäne geschickt. Diese Fehlerquote deckt sich mit dem Prozentsatz der positiven Corona-Tests (1,6 Prozent). Zufall? Zumindest wäre somit die Diskrepanz zwischen Laborergebnissen und Realität erklärt.

Mainstream-Medien schüren Angst und Panik mit der Gleichsetzung von positiver Test = Infektion = Erkrankung. Das ist unseriös. Hinsichtlich des bei Strafe geforderten Tragens der Alltagsmasken verweise ich auf einen hervorragenden Artikel von Frau Professor Ines Kappstein in der Fachzeitschrift "Krankenhaus-Hygiene", der Teil der ärztlichen Fortbildung ist. Fazit: Das Tragen von Alltagsmasken ist kontraproduktiv, die mögliche Ansteckung über Aerosole ist reine Hypothese und nicht nachgewiesen. Schwache Teile unserer Gesellschaft, Kinder und alte Menschen, werden so nicht nur umsonst schikaniert, sondern es wird ihrer Gesundheit geschadet. Jedes Jahr am 24. Dezember ist Weihnachten, und jeden Herbst kommt eine Welle von Virusinfektionen. Erspart uns also bitte die Panikmache mit völlig irrelevanten Labortests!

Im Winter 2017/18 sind 25 000 Menschen an Grippeviren gestorben, und kein Journalist verlor darüber ein Wort. Die jährlich auf uns zukommende Welle an Viruserkrankungen ist ein natürliches Ereignis, dem man vernünftig entgegensehen sollte. Also: Masken runter, Hände waschen, Abstand halten in der heißen Phase, im Krankheitsfall zuhause bleiben und eine frische Maske, wenn man raus muss. Volker Amend, Freiburg