Es bedarf auch weiterhin eines großen Engagements

skk

Von skk

Fr, 11. Oktober 2019

Stühlingen

Klimaschutz, Bürokratieabbau sowie Ausbildung und der Fachkräftemangel sind auch beim Unternehmen Sto in Weizen bedeutsame Themenbereiche.

STÜHLINGEN-WEIZEN (BZ). Im Rahmen ihrer Tour durch den Landkreis Waldshut machte Nicole Hoffmeister-Kraut, Baden-Württembergische Landesministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Station bei Sto SE & Co. KGaA in Weizen. Klimaschutz, Bürokratieabbau sowie die Themen Ausbildung und Fachkräftemangel standen im Mittelpunkt des Austausches.

Das weltweit agierende Familienunternehmen mit Sitz in Stühlingen-Weizen leiste mit seinen Produkten im Bereich Dämmstoffe für Fassaden einen Beitrag zum Klimaschutz. Entsprechend erfreut zeigten sich die beiden Vorstände Michael Keller und Rolf Wöhrle, dass im Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung vorgesehen ist. "Diese darf nun nicht wieder im Bundesrat scheitern", sagten die beiden Sto-Vertreter.

Die Ministerin zeigte sich überzeugt, dass das Klimapaket ein erster Schritt sei, um sukzessive die Reduktion der
CO2-Emissionen zu erreichen. "Es geht uns nicht um mehr Steuern, sondern um eine bessere Steuerung", so Nicole Hoffmeister-Kraut. Die Ministerin, die von Sabine Hartmann-Müller (MdL), Landrat Martin Kistler, Stühlingens Bürgermeister Joachim Burger und Mitgliedern des Kreistags begleitet wurde, hatte sich erst kürzlich dem Thema "Entsenderichtlinie" und der jeweiligen nationalen Umsetzung angenommen. Obwohl das Thema ein europäisches ist, sicherte die Ministerin hier weiter ihren Beistand zu. Die Sto-Vorstände unterstützen das Anliegen, Lohndumping zu vermeiden. Dies dürfe allerdings nicht dazu führen, dass die Bürokratiekosten bei den betroffenen Unternehmen steigen. Hier wünsche man sich eine einheitlichere Handhabung.

Breiten Raum nahm auch das Thema Fachkräfte und Ausbildung ein, das ein zentrales Thema nicht nur für die Landesregierung ist, sondern auch für die Vertreter aus der Region. Michael Keller und Rolf Wöhrle konnten zeigen, dass die Sto SE & Co. KGaA beim Thema Ausbildung vorbildlich sei, man sich aber zunehmend den Herausforderungen stellen müsse.

Ausbildung verliert an Attraktivität

Zwar gelinge es, die Ausbildungsplätze im Unternehmen zu besetzen, so die beiden. Dennoch spüre man, dass die Attraktivität einer Ausbildung gegenüber einem Studium in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen sei. Bei den Fachkräften mache man einen zunehmenden Mangel aus, der selbst als attraktiver Arbeitgeber nur schwer auszugleichen sei.