Spaziergang auf "sauberem" Pflaster

Klaus Fischer

Von Klaus Fischer

Do, 20. September 2012

Ettenheim

Ettenheims Pflastersteine kommen aus Indien, wurden aber nicht durch Kinderhand produziert / Durch Xertifix zertifiziert.

ETTENHEIM. Das Straßenpflaster zwischen den Stadttoren hat seine Tücken, aber es passt zu einer Altstadt, untermauert das barocke Gebäudeensemble. So empfinden es jedenfalls viele Ettenheimer und noch mehr Touristen. Doch die Stadt muss auch Kritik einstecken. Der Grund: Die Steine kommen aus Indien. "Das ist kein Makel", sagt Ingrid Sehrbrock, die Vorsitzende von Xertifix, einem Verein, der unter anderem gegen Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen kämpft.

Denn 50 Prozent der Pflastersteine auf dem deutschen Markt kommen inzwischen aus Indien oder China und die Steine, die in der Rohanstadt verlegt sind wurden von Xertifix zertifiziert, stammen also nicht aus Kinderhand.

Deshalb gilt Ettenheim bei Xertifix auch als Vorzeigeprojekt und eine der Vorreiterinnen im öffentlichen Bereich für den Einbau "sauberer Natursteine aus Indien", erklärte gestern der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß bei einem Besuch im Ettenheimer Rathaus, zu dem er mit Ingrid Sehrbrock und ...

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