Gerichtsprotokoll

Fall Maria H.: Stiefsohn des Angeklagten sagt vor Gericht aus

Carolin Buchheim

Von Carolin Buchheim

Fr, 17. Mai 2019 um 11:14 Uhr

Freiburg

Am dritten Tag im Prozess um die jahrelang verschwundene Maria haben ihre Mutter, eine Freundin Marias sowie der Stiefsohn des Angeklagten ausgesagt. Eine Vernehmung der Tochter war nicht möglich.

Der Verhandlung gegen Bernhard H. ist für heute beendet. Sie wird am Donnerstag, 23. Mai 2019 fortgesetzt.
Aussage des Stiefsohns von Bernhard H.
15.05 Uhr: Der Vorsitzende Richter Arne Wiemann informiert darüber, dass eine Vernehmung der Tochter nicht möglich war. "Sie ist kollabiert und wird im Sanitätsraum behandelt", sagt der Richter. Die Frau werde sich in medizinische Behandlung begeben, damit geklärt werde, wann und wie sie aussagen könne.

Nächster Zeuge ist der Stiefsohn des Angeklagten, C.. C. ist der Sohn von Bernhard Hs. Ex-Frau und nicht mit ihm verwandt oder verschwägert, C. wurde von ihm nicht adoptiert. "Ich habe es zuhause mit ihm nicht ausgehalten", sagt C., er sei mit dem Angeklagten nicht klar gekommen. Der Vorsitzende Richter fragt, ob es Auffälligkeiten im sexuellen Bereich gab. Einen ersten Vorfall habe es gegeben, als der Zeuge etwa 15 Jahre alt gewesen sei. "Da habe ich eine CD mit kinderpornographischen Fotos bei ihm gefunden", sagt C.. Er habe dies damals auch seiner Mutter gesagt. Bernhard H. habe behauptet, er habe die Bilder wegen Recherchen seiner Partei besessen. Zu einem weiteren Vorfall will der Zeuge nicht in der Öffentlichkeit aussagen. Er beantragt den Ausschluss der Öffentlichkeit, Staatsanwältin Novak unterstützt das. Die Kammer zieht sich zur Beratung zurück.

15.30 Uhr: Die Öffentlichkeit wird für den weiteren Verlauf der Vernehmung ausgeschlossen.

Aussage von Marias Freundin M.
11.10 Uhr : Zweite Zeugin ist M., die 2012 nach eigener Einschätzung Marias beste Freundin war. "Sie wollte damals weg von zuhause", sagt die heute 19-Jährige, sie habe viel Zeit woanders verbracht. Der Vorsitzende Richter Arne Wiemann will wissen, wann sie vom Kontakt zwischen Maria und Bernhard H. erfahren habe. M. antwortet, das sei gewesen, als Maria 11 war. Der Kontakt sei durch Marias Mutter unterbunden, aber ein Jahr später wieder aufgenommen worden. Dass die Polizei involviert war, wusste M. nicht.

"Sie hat ihn vielleicht auch als Vaterfigur gesehen." Zeugin M. Sie habe gewusst, dass Maria und Bernhard H. ...

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