Kreisliga

Favoriten FC Steinen-Höllstein und FC Hauingen kommen nicht ins Rollen

Mario Schmidt und Matthias Konzok

Von Mario Schmidt & Matthias Konzok

Mo, 05. Oktober 2020 um 21:02 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Der FC Steinen-Höllstein und FC Hauingen gelten als Favoriten der Kreisliga A West. Das direkte Duell endete nun 1:1 unentschieden – beide Teams warten seit vier Ligaspielen auf einen Sieg.

Sieben Spieltage sind in der Fußball-Kreisliga A, Staffel West, absolviert. Wenn Patric Maier-Blanc, Sportchef des FC Hauingen, auf die Tabelle blickt, kommt er zu dem Resümee: "Wir, Steinen und Schliengen sind die drei Teams, die aktuell noch nicht in den Lauf kommen, in dem wir gesehen werden wollen." Im Hauinger Gastspiel beim FC Steinen-Höllstein gelang keinem Team eine Kehrtwende. Die Partie, die 1:1 endete und die Maier-Blanc erneut vertretungsweise betreute, "war chancenarm und von vielen Stockfehlern geprägt", sagt der Sportchef, den nicht nur "die vielen Fehlpässe in den Fuß des Gegners" und somit die fehlende Genauigkeit seiner Elf störten.

"Für uns war sehr bitter, dass wir in der Halbzeit beim Stand von 0:1 auch dreimal verletzungsbedingt wechseln mussten." Auch deshalb kommt er zu dem Schluss, dass "beide kein gutes Spiel" gezeigt hätten. Steinen-Coach Oguz Dogan sah hingegen "ein gutes Spiel gegen den erwartet schweren Gegner, in dem wir vielleicht bis zum Platzverweis einen Tick besser waren". Mustafa Alici sah Rot, nachdem er einen Hauinger Verteidiger auf Höhe der Grundlinie foulte (65.). "Der Unparteiische konnte mir nach Spielende nicht sagen, wofür er da die Rote Karte gegeben hat", klagt Dogan. Maier-Blanc schätzt den Platzverweis als "gerechtfertigt" ein, auch wenn dieser "nicht mehr dazu beigetragen hat, dass wir nochmal richtig gefährlich wurden". Für Dogan eine ausschlaggebende Szene, "sonst wäre ein Sieg für uns möglich gewesen".

SV Liel-Niedereggenen musste Partie in Wittlingen absagen

Nun gastiert der Tabellen-15. beim Vorletzten SV Liel-Niedereggenen, der aufgrund zu vieler verletzter und angeschlagener Spieler seine Partie am vergangenen Sonntag beim FC Wittlingen II absagen und eine 0:3-Wertung hinnehmen musste. Frühzeitig "haben wir mehrere Optionen geprüft", so Spielertrainer Jochen Knoll, auch eine Absage des Reservespiels am Samstagabend zuvor bei Wittlingen III (C-Klasse). Dies habe der FC abgelehnt. Dort verletzten sich zwei weitere Lieler, sodass der SV keine spielfähige erste Mannschaft für Sonntag mehr zusammenstellen konnte.

Bis zum Heimspiel am Samstag sollte sich die personelle Lage gebessert haben. "In Liel gewinnen wir nicht einfach so", mahnt jedoch Dogan. "Meine Spieler sind nervös, weil wir uns alle mehr erhofft hatten." Ähnliche Probleme haben sie in Hauingen. "Ich erwarte ein stabileres Auftreten. Wir wollen nachlegen, auch, weil Schliengen selbst noch nicht so im Rhythmus ist", so Maier-Blanc vor dem Spiel am Samstag gegen die Sportfreunde.

Trainerfrage beim SV Schopfheim noch nicht final geklärt

Beim SV Schopfheim, der nach dem 3:1-Sieg gegen den TuS Binzen auf den dritten Platz geklettert ist, ist noch unklar, wie es nach der Trennung von Trainer Daniel Schulz vor vier Wochen auf der Kommandobrücke weitergeht. "Im Moment ist Hans-Peter Osswald auf unbestimmte Zeit unser Trainer. Wir sind in Gesprächen und werden noch diese Woche, denke ich, mehr wissen als jetzt", sagt SVS-Vorstand Tesfaldet Reda. Burak Asik, der mit Osswald die sportliche Verantwortung trägt, sieht, "dass das Team glücklich mit Hans-Peter ist und gut mitzieht". Das Duo wolle "auf jeden Fall bis Winter so weitermachen".

"Wenn wir am Ende damit absteigen, dann wenigstens mit einem Plan." Hausen-Coach Atilla Ürgen
Am Tabellenende sieht es derweil nicht nach einem Trainerwechsel aus. Atilla Ürgen, der mit Schlusslicht FC Hausen auch im sechsten Spiel ohne Punkte blieb (2:3 beim SV Todtnau), sagt: "Wir haben eine junge Mannschaft und eine Strategie, die wir verfolgen. Wenn wir am Ende damit absteigen, dann wenigstens mit einem Plan." Soweit ist es noch lange nicht, das weiß auch der Trainer, der auch in Todtnau "eine organisierte und willige" Elf gesehen hat, der "einfach ein Strafraumstürmer fehlt, der die Torchancen, die wir uns erspielen, versenkt".

Beim FV Degerfelden fehlt dieser Unterschiedsspieler auch, aber nur in der nächsten Partie gegen Schopfheim. Spielercoach Patrick Streule sah bei der 2:5-Niederlage beim SV Eichsel die Ampelkarte. "Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf absolut nicht wider. Wir drehen ein 0:2 in ein 2:2 und müssen dann mit zehn Mann einem 2:3-Rückstand hinterherlaufen. Zu elft wäre mehr drin gewesen", ist sich der 29-Jährige sicher.