Brandbekämpfung

Feuerwehr testet das neue Brandschutzsystem der Alemannen-Realschule in Müllheim

Volker Münch

Von Volker Münch

Fr, 13. Dezember 2019 um 16:54 Uhr

Müllheim

Die Müllheimer Feuerwehr hat die Brandmeldeanlage der Alemannen-Realschule mit einer Großübung getestet. Dabei hat sich bestätigt, dass die Schule für den Ernstfall gut gerüstet ist.

Brand in der Alemannen-Realschule: Am Donnerstagabend wurden gleich zwei Löschzüge der Müllheimer Gesamtwehr zum Einsatzort in der Bismarckstraße gerufen. Was für Anwohner durchaus spektakulär wirkte, war allerdings nur eine Großübung der Feuerwehr. Dabei hat sich bestätigt, dass die neue Brandmeldeanlage im Ernstfall frühzeitig auslösen wird.

Erst Anfang des Monats wurde die neue Brandmeldeanlage auf das Alarmierungssystem der integrierten Leitstelle für Feuerwehren und Rettungsdienste in Freiburg aufgeschaltet. Solche Anlagen, die engmaschig sämtliche Räume und Flure überwachen, lösen im Ernstfall bereits in der Phase der Brandentstehung aus. "Das hilft, um die Menschen im Schulbetrieb schnell vor einer Brandgefahr in Sicherheit bringen zu können", erklärte Gesamtkommandant Michael Stöcklin.

Die Brandschutzanlage löst sehr früh Alarm aus

Bekanntermaßen soll die Alemannen-Realschule gerade beim Brandschutz modernisiert werden. Der Einbau einer automatischen Brandmeldeanlage, die verzögerungsfrei die Feuerwehr alarmiert, ist bereits eine wichtige Neuerung und erfüllt laut Stöcklin eine der wichtigen Forderungen im Rahmen des künftigen Brandschutzkonzeptes. Durch die frühe Alarmierung werde wertvolle Zeit für die Evakuierung und bei der Bekämpfung der Brandursache gewonnen, heißt es weiter.

"Uns kam es darauf an, den Ablauf für den Ernstfall zu schulen." Michael Stöcklin, Gesamtkommandant
Für die Feuerwehr war die Alemannen-Realschule ein ideales Übungsobjekt noch vor der umfassenden Sanierungsphase. "Uns kam es darauf an, die Kenntnisse über die Raumstruktur aufzufrischen, den Ablauf für den Ernstfall zu schulen und unsere Maßnahmen auf ihre Effizienz zu überprüfen", betonte Stöcklin. Für die Einsatztrupps der Feuerwehren sei es deshalb enorm wichtig, die beiden Gebäude kennenzulernen.

Wie gut die Einsatzmannschaft – es waren rund 60 Feuerwehrleute beteiligt – arbeitete, beobachteten mehrere Vertreter der Feuerwehr wie auch Rektor Amadeus Saier und seine Stellvertreterin Christina Philipp. Weil beide Gebäude durch die "Rauchentwicklung", die mit Nebelmaschinen simuliert wurde, betroffen waren, waren die Feuerwehrabteilungen in zwei Löschzüge eingeteilt, die parallel bei der Personensuche und Brandbekämpfung aktiv wurden.

Eine Übung unter realen Bedingungen

Die Situation für die Feuerwehr war trotz der Abendstunden ähnlich wie während des Schulbetriebes: Beide Gebäude müssten beim Eintreffen der Wehr bereits geräumt und die Schüler an den Sammelpunkten zusammengeführt worden sein. Trotzdem kann es vorkommen, dass einzelne Personen aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht mehr den Weg ins sichere Freigelände schaffen. Sie müssen dann von den Feuerwehrleuten gesucht und aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Entsprechend hatte Kommandant Stöcklin mehrere "Opfer" sowohl im "verrauchten" Kellergeschoss als auch in den oberen Stockwerken versteckt. Dabei wurden die geretteten Personen unter anderem über das Drehleiterfahrzeug aus dem Gefahrenbereich evakuiert.

Am Ende zogen Stöcklin und die Beobachter ein erstes Fazit über den Verlauf der Übung, an der Kräfte der Abteilungen Müllheim-Stadt, Hügelheim, Niederweiler, Vögisheim und Feldberg beteiligt waren. "Es ist sehr gut gelaufen, die verschiedenen Einheiten haben ausgezeichnet zusammengearbeitet", stellte der Kommandant fest. Auch die Kommunikation mit der Schulleitung habe schnell funktioniert, sodass wichtige Informationen schnell an die Führungskräfte geflossen waren.

Nach dieser Übung werden die Ergebnisse von den Führungskräften ausgewertet und diskutiert. Falls erforderlich, wird dann die taktische Vorgehensweise bei Einsätzen optimiert.