Film zur Müll-Problematik

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 16. September 2021

Staufen

Schüler des Faust-Gymnasiums Staufen setzen sich für Müll-Vermeidung und -Trennung ein.

(BZ). Am Montag hat das neue Schuljahr begonnen. Doch nicht nur Mathe, Deutsch und Co. haben die Schüler des Faust-Gymnasiums Staufen auf dem Programm. Ihr Engagement geht teils weit darüber hinaus, wie ein Blick in die vergangenen Monate verrät, in dem die Mitglieder des Faust-for-Future-Teams – bestehend aus Schülern aller Klassenstufen und Lehrern – manch nachhaltiges Projekt verfolgt haben.

Dabei wollten die Schüler nicht bloß auf die Umweltsünden anderer zeigen, sondern selbst aktiv werden. Obwohl zuletzt Pandemie-bedingt Projekte in Präsenz nicht möglich waren, blieb die vor zwei Jahren gegründete Klima- und Umweltgruppe "Faust for Future" über regelmäßige Online-Konferenzen miteinander im Kontakt, um etwa neue Wege der Müllvermeidung und -trennung am Faust-Gymnasium auszuloten und in den nächsten Monaten Stück für Stück umzusetzen, wie es in einer Pressemitteilung der Schule heißt. Man kenne in diesem Zusammenhang schockierende Bilder häufig aus entfernten Ländern und Meeren, doch das Problem ist längst bei uns angekommen, wie die jüngst alarmierenden Erkenntnissen zur Belastung der Böden und Lebensmittel durch Mikroplastik-Rückstände, zu unfassbar großen Müllteppichen im Mittelmeer, sowie Berichte über die tagtägliche Verendung und Ausrottung von Meerestieren zeigen, schreiben die Schüler.

Die Umweltgruppe möchte durch verschiedene Aktionen dazu beitragen, die zwischen dem (auch) über den Unterricht vermittelten Wissen von der Notwendigkeit, Müll zu reduzieren, und dem praktischen Handeln klaffende Lücke zu verkleinern. Zu zeitaufwändig erscheint demnach häufig der Vorgang des Sortierens, zu gedankenlos werden in den Schulen bisher Abfälle zusammengeworfen. Einwegflaschen sind bei etwa der Hälfte der Schülerinnen und Schülern immer noch Pausen-Alltag. Um das Müllaufkommen am Faust deutlich zu reduzieren und nicht zu vermeidenden Müll zu trennen, damit er recyclingfähig wird, arbeitet die Gruppe mit Schulleitung und Hausmeistern an einem tragfähigen Konzept einer "Müll-Revolution" am Faust.

Als Teil ist auch ein Film entstanden, der die Müll-Problematik vor Augen führt und konkrete Schritte am Faust vorschlägt. Außerdem soll eine wiederverwendbare Faust-Trinkflasche eingeführt werden, die dazu beiträgt, Einweg-Plastikflaschen zu vermeiden und den schuleigenen Trinkbrunnen zu nutzen. Die neue Schulflasche wird das selbstentworfene Logo der Schülerin Ariane Wulf zieren, das sich in einem von Faust for Future durchgeführten Design-Wettbewerb durchgesetzt hat. Sie ist nachhaltig, in der Region produziert und wird dank der Unterstützung des Fördervereins der Schule relativ günstig zu erwerben sein.

Die bundesweite "Aktionswoche Klima" läuft vom 20. bis 24. September, auch das Faust-Gymnasium Staufen beteiligt sich daran. Dabei erhalten die Schüler der verschiedenen Klassen die Möglichkeit, die Bedeutung der Klimakrise auf altersgerechte Weise zu verstehen. Dazu können Lehrer vielfältige Angebote einfach in den Unterricht einbeziehen. Weitere Informationen im Netz unter schoolsforfuture.net