Ringen

Fix: RG Hausen-Zell zieht sich aus Ringer-Bundesliga zurück

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 09. Januar 2020 um 17:46 Uhr

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Nun ist es offiziell: Die Ringer der RG Hausen-Zell machen von ihrem Abstiegsrecht Gebrauch und rücken wieder in die Regionalliga.

Es hat nur noch die offizielle Bestätigung gefehlt. Nun ist sie da. Die RG Hausen-Zell hat sich entschieden, "vom Abstiegsrecht Gebrauch zu machen und mit unserer 1. Mannschaft aus der 1. Bundesliga sportlich abzusteigen", teilte der erste Vorsitzende Marco Waßmer am Donnerstag mit. Man gehe diesen Schritt nach zwei Jahren Erstklassigkeit "um unserer Philosophie treu zu bleiben. Die RG ist ein Ausbildungsverein, der es mit einem Großteil an eigenen Ringern und einzelnen auswärtigen Ergänzungsringern geschafft hat, in die 1. Bundesliga aufzusteigen und dort zu bestehen". Die RG hat die abgelaufene Runde in der Südweststaffel als Tabellenletzter beendet.

Talente sollen nicht verheizt werden

Da die Leistungsträger und Eigengewächse wie Oliver Hassler, Alexander Rümmele, Tobias Greiner und Stefan Hauschel angekündigt haben, ihre sportliche Laufbahn schrittweise zu beenden, sei es, so Waßmer, "in unmittelbarer Zukunft nicht mehr möglich, die Philosophie der RG in der obersten Liga aufrecht zu erhalten". Der Club habe es geschafft mit in Zell und Hausen ausgebildeten Ringern erstklassig zu ringen und zu bestehen. "Dies können wir im Jahre 2020 jedoch nicht mehr mit unseren eigenen jungen Ringern, da diese schlichtweg noch kein Erstliganiveau haben." Die Entscheidung sehe man als "große Chance". Die Ringer-Talente des Vereins sollten sich "behutsam entwickeln" und "nicht in der 1. Bundesliga verheizt werden".

Der Abstieg, betonte Waßmer, geschehe nur aus den genannten Gründen. "Uns ist es wichtig klarzustellen, dass es keine finanziellen Gründe dafür gibt". Die RG sei "wirtschaftlich solide aufgestellt". Durch den Rückzug in die Regionalliga ist auch die Gefahr eines Abstiegs des KSV Rheinfelden größer geworden, der dort den drittletzten Platz belegt hat.