Jugend und Beruf

Fluggeräteelektroniker haben eine verantwortungsvolle Position

Hendrik Polland

Von Hendrik Polland (dpa)

Fr, 28. Januar 2022 um 09:29 Uhr

Verlagsthema

Verlagsthema Ihr Arbeitsplatz ist ein Flugzeug, Jet oder Hubschrauber: Fluggerätelektroniker kümmern sich darum, dass die darin verbaute Technik läuft. Das ist viel Verantwortung. Die trägt man aber nicht allein.

Ein Flugzeug hebt nur ab, wenn der Bordcomputer und das Triebwerk angehen. Überhaupt ist in einem Flugzeug noch mehr Elektronik versteckt, als man auf dem ersten Blick vermuten könnte – in den Sitzen zum Beispiel.

Die Baugruppen, Geräte und Systeme zu installieren, zu checken und instandzuhalten, ist Aufgabe von Fluggerätelektronikern und -elektronikerinnen wie Mareike Stankewitz. Die 29-Jährige hat 2012 ihre Ausbildung bei Lufthansa Technik abgeschlossen und bildet mittlerweile selbst aus.

Im Job-Protokoll erzählt sie, was sie an Flugzeugen fasziniert, wieso Team-Play in ihrem Job so wichtig ist.

"Ich habe vor meiner Ausbildung zur Fluggeräteelektronikerin ein Praktikum bei Lufthansa Technik gemacht. Darüber bin ich erst auf den Beruf aufmerksam geworden. Zuvor hatte ich gar nichts mit Flugzeugen zu tun. Aber schon in der Schule hat mir Elektrotechnik viel Spaß gemacht. Deshalb habe ich mich auf den Ausbildungsplatz beworben und bin direkt nach der Realschule dort eingestiegen.

Jede Aufgabe ist erst einmal anders. Grundsätzlich kann man sagen, dass es zu jeder Aufgabe einen Schaltplan gibt. Anhand dieses Schaltplans muss man Leitungen und Kabel verlegen und anschließen. Dann wird das System, was man verlegt hat, getestet.

Wir müssen unsere Arbeitsabläufe sehr gut planen und mit anderen Gewerken absprechen. Wenn das Flugzeug etwa in der Halle zum Check ist, gibt es einen Liegezeitenplan. Danach müssen bestimmte Aufgaben erledigt werden. Erst müssen etwa die Kabel verlegt sein, bevor die Kabine wieder zusammengebaut wird. Da muss man als Fluggerätelektroniker zusehen, dass man seine Arbeiten abgeschlossen hat, bevor man von einem anderen Gewerk zugebaut wird.

Es ist wichtig, dass man sich jeden Tag der Verantwortung stellt. Jeden Morgen steht man auf und weiß, dass man heute für sein und für viele andere Leben verantwortlich ist. Trotzdem glaube ich, dass man sich davon nicht einschränken lassen sollte. Man trägt die Verantwortung nie allein. Gerade wichtige Arbeiten, die zum Beispiel mit der Flugsteuerung zu tun haben, werden immer mit einer Doppelkontrolle abgenommen.

Ein Nachteil der Tätigkeit ist vielleicht der Schichtdienst. Als Fluggerätelektroniker arbeiten wir im Dreischichtmodell. Das bedeutet Früh-, Spät- und Nachtschicht. Damit muss man umgehen können."
Aktuelle Ausbildungsplätze sind hier gelistet.