Porträt

In den Romanen der Freiburger Autorin Ute Bales geht es immer um reale Personen

Anja Bochtler

Von Anja Bochtler

Di, 21. August 2018

Freiburg

BZ-Plus Die 57-Jährige verwendet für ihre Bücher vor allem Schauplätze aus ihrer Kindheit und Jugend in der Eifel.

FREIBURG-HASLACH. Dass Ute Bales (57) ins Bücherschreiben einstieg, hatte einen sehr persönlichen Anlass: Als sie 16 Jahre alt war, hatte ihr Onkel seinen Suizid angekündigt und ihr aufgetragen, an ihn zu erinnern. Sie war überfordert, und im kleinen Eifel-Dorf Gerolstein, wo beide lebten, kam von niemandem Hilfe. Umso ernster nahm Ute Bales den Auftrag ihres Onkels: Viel später, mit 40, erzählte sie seine Geschichte. Dann hat sie mit dem Schreiben nie mehr aufgehört – nun erscheint ihr siebter Roman, der den Martha-Saalfeld-Förderpreis vom Land Rheinland-Pfalz bekam.

Der Onkel, die Eifel: Das hat Ute Bales geprägt. Die meisten ihrer Romane spielen dort, obwohl sie Gerolstein nach dem Abi 1980 verlassen und in Gießen und Freiburg Germanistik, Politik und Kunst studiert hat. In Freiburg lebt sie seit 30 Jahren, 20 davon in Haslach.

Ute Bales Heimatdorf Gerolstein hat gut 7000 Einwohner, ihr Vater war Kunstschmied. Ihr Taschengeld investierte sie in Taschenbücher, nach Märchen und Sagen kamen Klassiker von Marie von Ebner-Eschenbach, Theodor Fontane oder Thomas Mann: "Ich weiß nicht, was ich ohne Bücher gemacht hätte", sagt sie. Mit 15 begann sie, selbst zu schreiben, kleine biografische Geschichten: "Aber nur für die ...

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