Stadtgeschichte

Beim KG-I-Brand verlor der Maler Julius Bissier sein Atelier

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Fr, 31. August 2018 um 10:02 Uhr

Freiburg

BZ-Plus Am 10. Juli 1934 brannte das Kollegiengebäude I der Uni Freiburg lichterloh. Der Maler Julius Bissier verlor dabei sein Atelier und viele Gemälde und Zeichnungen – es war nicht sein einziger Schicksalsschlag im Jahr 1934.

Noch bis 23. September ist im Augustinermuseum die Ausstellung "Im Raum meiner Imagination. Julius Bissier und Ostasien" zu sehen. Beim Blick auf die Vita des berühmtesten Freiburger Malers fällt das Jahr 1934 ins Auge, das für Bissier einschneidend war: Im Oktober starb sein sechsjähriger Sohn UIi, zuvor wurde im Juli bei einem Brand der Universität sein Atelier zerstört. Bissier verlor dabei nicht nur seinen Arbeitsplatz – er hatte danach nie wieder ein Atelier in Freiburg –, sondern es verbrannten auch viele seiner dort gelagerten Werke.

Als am 10. Juli 1934, einem heißen Sommertag, mittags um kurz vor halb eins die Universität brannte, wurde dies in den Zeitungen in ganz Deutschland groß auf den Titelseiten vermeldet. Und auch im Ausland wurde berichtet, der Londoner Daily Telegraph titelte: "Famous old university destroyed – mystery fire at Freiburg" ("Berühmte alte Universität zerstört – rätselhafter Brand in Freiburg").

Eine giftschwarze Rauchkrone thronte über dem Dach der Albert-Ludwigs-Universität, gewaltige Fackeln prasselten himmelwärts, berichtete ein Augenzeuge in der Freiburger Zeitung. Anfangs hatten ein Prorektor, ein Haus- und ein Maschinenmeister versucht, den Flammen mit Handfeuerlöschern Herr zu werden, dann versuchte man mit Schlauchleitungen der Universität zu löschen, ehe die Feuerwehr eintraf. Universitätsrektor, Kanzler, Professoren und andere Hochschulmitarbeiter, Studenten und auch Passanten schafften in aller Eile wertvolle Bücher, ...

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