BZ-INTERVIEW: "Es geht um Luftdichtigkeit und um Wärmeverluste"

Jelka Louisa Beule

Von Jelka Louisa Beule

Mi, 04. Februar 2015

Freiburg

Jens Pfafferot, Professor am Institut für Energiesystemtechnik an der Hochschule Offenburg, berichtet über Schimmelbildung in wärmegedämmten Häusern.

Sobald es um das Thema Schimmelbildung geht, werde die Diskussion immer sehr emotional, meint Jens Pfafferot, Professor am Institut für Energiesystemtechnik an der Hochschule Offenburg. Er rät dazu, sachliche Antworten zu finden und individuelle Lösungen. Jelka Louisa Beule sprach mit ihm.

BZ: Die einen behaupten, nach der Sanierung ihrer Häuser hätten sie Probleme mit Schimmel, andere sagen, eine gute Wärmedämmung verhindere genau dies. Was ist denn jetzt richtig?
Jens Pfafferott: Vielleicht fangen wir anders an. Sporen von Schimmelpilzen sind überall vorhanden. Schimmelpilze benötigen zum Wachstum vor allem Nährstoffe und Feuchtigkeit. Schimmelbildung ist ein komplexer Vorgang und hängt hauptsächlich von drei Faktoren ab: von der Lufttemperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Oberflächentemperatur der Außenwände. Wenn sich Tauwasser bildet, bekommt der Schimmel in unseren Räumen die richtigen Wachstumsbedingungen. Beispiel: Ein ...

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