DAS MACHT SCHULE!

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Di, 16. Oktober 2018

Freiburg

FILMPREMIERE

Menschen aus aller Welt

Von den Anfängen der Kinos in Deutschland bis zur vermeintlichen Idylle in Kandern, von Freiburgs Hausbesetzern bis zu 160 Jahre Galopprennbahn Iffezheim reichen die Beiträge für das Dokumentarfilmprojekt "Motion Pictures – World in Transition". Ein Jahr lang haben Schüler des Friedrich-Gymnasiums in Herdern sich mit der medialen Konstruktion von Geschichte befasst. Sie haben für den Seminarkurs Dokumentarfilm recherchiert, mit Menschen aus aller Welt gesprochen, gedreht und dokumentiert. Jetzt feiern sie Premiere: Am Freitag, 19. Oktober, ab 19 Uhr in der Aula des Friedrich-Gymnasiums, Jacobistraße 22. Eintritt frei.

WORKSHOP

Gegen Hass im Netz

Wie gehen Extremisten im Netz vor? Dafür sollen 135 Schülerinnen des St.-Ursula-Gymnasiums in der Innenstadt sensibilisiert werden: Im "Schüler Smart Camp" vom 17. bis 19. Oktober vermitteln Medienprofis den Zehntklässlerinnen Know-how und animieren sie, Instagram, Blogs, YouTube und Co. zu hinterfragen und mitzugestalten. Im Projekt der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Firma BG 3000, das vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" gefördert wird, sollen die Schülerinnen eine Kampagne gegen Extremismus im Netz erarbeiten und dem Hass Zivilcourage entgegensetzen.

MULTIMEDIA

Für die Umwelt

1700 Freiburger Schülerinnen und Schüler sollen in dieser Woche bis zum 19. Oktober die Unesco-Multivisionsschau "Reduse – Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde" besuchen. An der Bildungskampagne, die durch Deutschland tourt, werden Wentzinger-Schulen, Weiherhofschule, Droste-Hülshoff-Gymnasium, Edith-Stein-, Max-Weber-, Gertrud-Luckner-Schule, Pestalozzi-Realschule und das Montessori-Zentrum Angell teilnehmen. Unterstützt wird die Aktion von der Abfallwirtschaft Freiburg ASF, der Rolf-Böhme-Stiftung, den Firmen Taifun und Waschbär. Die Jugendlichen sollen unter anderem lernen, wie Nachhaltigkeit bei nachwachsenden und nicht nachwachsenden Rohstoffen aussieht, was Länder machen können – und jeder einzelne Schüler.

TYPISIERUNG

124 potenzielle Spender

Um Menschen mit Blutkrebs zu helfen, hat die Abschlussklasse des Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums der Edith-Stein-Schule eine Aktion organisiert. Initiiert wurde sie von einer Schülerin, die als Kind Leukämie hatte. Unterstützung kam von der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei). Erst gab’s Infos für Schüler, Eltern und Lehrer, dann die Registrierung und Waffelverkauf, denn Typisieren und Registrieren kostet pro Person 35 Euro, berichtet Schülerin Lea Hummel. Oft ist eine Stammzellentransplantation für Patienten die letzte Chance – wenn man den passenden Spender findet. Gesucht wird weltweit. Wer infrage kommt, wird näher untersucht. Die Schülerinnen nahmen 200 Euro ein und die Badische Beamtenbank spendierte 500 Euro. "Aber viel wichtiger: 124 neue potentielle Spender und Spenderinnen konnten gefunden werden", berichtet Lea Hummel.



SPENDE

Für die Kinderklinik

Das Droste-Hülshoff-Gymnasium hat das Kinderbuch "Lotte, wo bist du?" herausgebracht – Lehrerinnen schrieben die Geschichte, die auf dem Mundenhof spielt, Schülerinnen illustrierten sie. Jetzt übernimmt das Droste eine Patenschaft für die neue Uni-Kinderklinik und will für jedes verkaufte Buch einen Euro für sie spenden. Das gibt’s für 12 Euro im Mundenhof, in der Buchhandlung Rombach, im Spielzeugladen Firlefanz und im Droste-Sekretariat in der Brucknerstraße 2.

PREIS

Junge Agrarwissenschaft

Zwei Freiburger Schüler haben bei einem Wettbewerb für Agrarwissenschaftliche Gymnasien gewonnen, den die Landesregierung ins Leben rief: Patrick Winterhalter von der Edith-Stein-Schule belegte mit seiner Arbeit "Shredlage – eine geeignete neue Technik zur Silageaufbereitung in Südbaden?" den ersten Platz in der Kategorie Wirtschaftslehre, seine Mitschülerin Kathrin Meyer den zweiten mit "Biokohle – Eine Chance für die Landwirtschaft am Oberrhein?". An dem Wettbewerb für innovative Ideen nahmen 60 Schüler der sechs Gymnasien im Land teil. Als Preis gab es 500 beziehungsweise 300 Euro sowie Praktika oder Betriebsbesichtigungen.

SPENDENLAUF

Laufen für Frieden

1400 Kinder und Jugendliche haben beim ersten Freiburger Friedenslauf mitgemacht. Unter dem Motto "Miteinander statt nebeneinander – gemeinsam in Vielfalt leben" hatten sie Sponsoren gesucht, die jede Runde bezahlen, die sie im Seeparkstadion rannten. Sie wollen die Projektarbeit des Vereins "Forum Ziviler Friedensdienst" vor allem im Libanon unterstützen. Um zu verstehen, wofür sie laufen, setzten sich die Kinder zuvor mit Flucht, Dialog und Integration auseinander, teilt das Forum mit. Die Schulen sammeln noch die Spenden ein, die Gesamtsumme steht noch nicht fest.