Uniklinik Freiburg

Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle bietet Patienten Hilfe im Niemandsland - und braucht dringend Geld

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Mi, 01. April 2015

Freiburg

Die psychosoziale Krebsberatungsstelle am Tumorzentrum der Universitätsklinik Freiburg braucht neue Geldgeber / Beraterinnen und Betroffene erzählen.

Die psychosoziale Krebsberatung am Tumorzentrum der Universitätsklinik steht derzeit im Fokus: Als die Deutsche Krebshilfe die Fördermittel reduzierte – ob rechtzeitig angekündigt oder nicht, darüber gehen die Meinungen auseinander –, offenbarte sich eine Finanzierungslücke. Für die Patientinnen und Patienten ist die Einrichtung indes wichtig, wie sich bei einem Besuch der BZ zeigte.

SCHWÄCHE ZEIGEN DÜRFEN
Martin Przibille weiß noch genau den Tag, an dem die Leidenszeit seiner Lebensgefährtin begann: Es war der 16. Januar 2012, als sie zu Hause umfiel. Warum, wusste erst einmal niemand. "Ich dachte mir aber, dass da was nicht stimmt", sagt der 52-Jährige. Seine Freundin Regine L. kam ins Krankenhaus, wo sie die niederschmetternde Diagnose erfuhr: Die damals 39 Jahre alte Grafikdesignerin hatte einen Gehirntumor. Mit einem Hubschrauber wurde sie in die Universitätsklinik Freiburg gebracht und dort operiert.

Es war im darauffolgenden Jahr – nach der zweiten Operation, zwischen Chemotherapie und Bestrahlung –, als Martin Przibille und Regine L. das erste Mal die psychosoziale Krebsberatungsstelle aufsuchten. Durch einen Flyer, den sie in der Klinik bekommen hatten, waren sie auf das Angebot aufmerksam geworden. Der Tumor war nachgewachsen, es stand schlecht um seine Partnerin, erinnert sich Przibille. "Nur noch mit Glück und Gottes Hilfe konnte es gut gehen." Natürlich habe man gehofft, aber eigentlich, sagt er, sei klar gewesen, dass sie daran sterben würde. "Wir waren damals im Niemandsland", erinnert er sich daran, als er und seine kranke Freundin ...

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