Eine Stimme für die Promovierenden

Manuel Lorenz

Von Manuel Lorenz

Fr, 03. Februar 2012

Freiburg

Die neue Promovierendeninitiative "ProDoc" will, dass Doktoranden an der Universität Freiburg in Zukunft mitreden dürfen.

Eigentlich gibt es sie an der Universität Freiburg gar nicht: Promovierende. Es gibt Studierende, es gibt wissenschaftliche Mitarbeiter – aber Promovierende? Haben keinen Status. Und keine Stimme – weder in den Fakultäten, noch im Senat oder in anderen Gremien. Promovierende sind entweder als Studierende eingeschrieben, oder fungieren als wissenschaftliche Mitarbeiter. Oder sie gehören der Universität in gar keiner Weise an, gehen einem regulären Beruf nach und schreiben ihre Dissertation in ihrer freien Zeit.

Wie viele Doktoranden genau an der Universität Freiburg promovieren, weiß man daher nicht. Bis vor kurzem tauchte ein Promovierender erst dann in einer Statistik auf, wenn er seine Promotion angemeldet hatte. Verzeichnet wurden nur die Abschlüsse, nicht aber die Abbrüche. Und die liegen laut Schätzungen des Instituts für Hochschulforschung bei über 50 Prozent.

All das stört Andreas Hartmann. Der 32-Jährige schreibt seit knapp drei Jahren an seiner Dissertation über die Modellierung von Wasserressourcen in Gegenwart und Zukunft. Er ist Mitglied der Graduiertenschule "Environment, Society and Global Change" an der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften der Universität Freiburg. Und er bekommt ein Stipendium vom Evangelischen Studienwerk Villigst – einem der großen bundesweiten Begabtenförderwerke. Als Studierender war er in der Fachschaft Geographie/Hydrologie aktiv, saß im Fakultätsrat, in der Studienkommission und in ...

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