Eingesperrt, entmannt, getötet

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Sa, 26. Juni 2010

Freiburg

BZ-INTERVIEW mit dem Historiker William Schaefer über die Verfolgung schwuler Männer im nationalsozialistischen Freiburg.

Es war im Jahr 1935, als die Nationalsozialisten Paragraf 175 des Strafgesetzbuches verschärften und sexuelle Beziehungen zwischen schwulen Männern unter Strafe stellten. Im Gesetz hieß es: "Ein Mann, der mit einem anderen Mann Unzucht treibt oder sich von ihm zur Unzucht missbrauchen lässt, wird mit Gefängnis bestraft." Der seit langem hier beheimatete US-Amerikaner William Schaefer hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit diesem Paragrafen und der Verfolgung homosexueller Männer durch die Nazis in Freiburg und der Region befasst. 2009 hat er seine Forschungsergebnisse auch publiziert.

BZ: Herr Schaefer, was hat Sie motiviert, auf diesem Gebiet zu forschen?
William Schaefer: Drei Dinge. Erstens habe ich mich immer für Geschichte interessiert, ich habe Geschichte auch im Nebenfach studiert. Zweitens war das Ziel der Nazis, diese Menschen auszulöschen – körperlich und auch aus der Erinnerung. Letzteres ist ihnen ...

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