Empörung bei den Physiotherapeuten

Holger Schindler

Von Holger Schindler

Di, 09. November 2010

Freiburg

Die AOK hat bei Rezepteinreichungen von Krankengymnastikpraxen die Daumenschrauben angezogen – bei Fehlern gibt’s kein Geld.

"Das ist Schikane", sagt Sabine Kanzler. Die Freiburger Physiotherapeutin ist seit 25 Jahren selbstständig. Nun muss sie sich mit neuen Regularien der Krankenkasse AOK herumschlagen und bei jedem AOK-Rezept 26 Punkte prüfen. Auch kleinste Fehler führen zum "Einbehalt" – die AOK zahlt nicht. Nachträgliche Korrekturen sind nicht möglich.

Eigentlich ist die Sache simpel: Der Arzt untersucht den Patienten. Falls angebracht, verschreibt er ihm Physiotherapie – etwa bei Rückenschmerzen. Dazu stellt er ihm ein Rezept aus. Damit geht der Patient zur Physiotherapie. Dort wird er gemäß der Verschreibung behandelt. Die Physiopraxis reicht das ...

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