Späte Auseinandersetzung

Nach der Verfolgung im Holocaust ging die Diskriminierung Homosexueller nach 1945 weiter

Anja Bochtler

Von Anja Bochtler

Do, 29. Januar 2015

Freiburg

Die Verfolgung homosexueller Männer zeigt, wie Diskriminierungen auch nach 1945 weitergingen.

Seit Jahren nimmt das Interesse an der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zu: Beim städtischen Gedenken am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz war der Kaisersaal im Historischen Kaufhaus wieder voll. Thema am Dienstagabend war die Verfolgung homosexueller Männer. Damit ging es 70 Jahre nach dem Ende des nationalsozialistischen Deutschlands um einen Aspekt, der besonders gut zeigt, wie spät die Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen begann – und wie Ausgrenzungen nach 1945 weitergingen.

Erschreckend findet Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach, wie spät die Verfolgung homosexueller Männer im Nationalsozialismus Thema wurde. Und dass Homosexualität trotz einiger Fortschritte in den vergangenen Jahren nicht nur im Männerfußball immer noch ein Tabuthema sei, sagt er bei der Veranstaltung im Historischen Kaufhaus. Von einer sehr aktuellen Konfrontation mit Vorurteilen erzählt Albert Knoll, Archivar der Gedenkstätte Dachau: Als kürzlich eine ...

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