Preiserhöhung "falscher Anreiz"

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Mi, 08. Mai 2019

Freiburg

Gemeinderat zur Regiokarte.

FREIBURG (vö). Der Gemeinderat hat am Dienstagabend über die Anpassung der Tarife im Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) diskutiert. Die Stadträtinnen und Stadträte durften wie alle zwei Jahre die Preiserhöhungen ab August nur zur Kenntnis nehmen. Denn "die Hoheit über die Tarifgestaltung liegt ja in anderen Händen", wie CDU-Stadtrat Martin Kotterer sagte – und zwar bei den Verkehrsverbünden selbst. Umso wichtiger sei es deshalb darüber zu reden, so Stefan Schillinger von der SPD. Mit der Erhöhung der Regiokarte auf 62 Euro sei endgültig eine Schallmauer durchbrochen. Die Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern bröckele. Die Tariferhöhung fördere die Anstrengungen für den Klimaschutz nicht, sagte der UL-Fraktionsvorsitzende Michael Moos und Monika Stein von der JPG-Fraktion betonte, damit sorge man nicht für den gewünschten Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr. "In unsere Zeit passt diese Erhöhung nicht", sagte auch Grünen-Stadtrat Timothy Simms. Damit würden klima- und umweltpolitisch die falschen Anreize gesetzt. Während FDP-Stadtrat Sascha Fiek auf gezielte Tickets per App setzt, sehen Gerlinde Schrempp von der Fraktion FL/FF und Manfred Stather von den Freien Wählern den Preisanstieg als gerechtfertigt an.