BZ-Interview

Sea of Love: Veranstalter räumt Fehler ein – und rechtfertigt sich

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Mi, 20. Juli 2011 um 18:05 Uhr

Freiburg

Chaotische Zustände, wütende Besucher und brenzlige Situationen: Beim Festival "Sea of Love" ist vieles schief gelaufen. Wie konnte es dazu kommen? Bela Gurath, einer der Geschäftsführer des Veranstalters im Interview.

BZ: Herr Gurath, wie haben Sie selbst das Festival erlebt? Wie fanden es die Stars?
Bela Gurath: Für mich war es unglaublich anstrengend. Ich kann’s noch gar nicht realisieren. Die Stars fanden es durchweg super, da haben wir schon viele Rückmeldungen bekommen.

BZ: Wann haben Sie zum ersten Mal mitbekommen, dass etwas schief läuft?
Gurath: Das war am Freitag. Das tut mir auch wahnsinnig leid. Wir hatten das Campingdorf auf dem Messe-Parkplatz eingerichtet und aufgrund des harten Untergrund 18 000 Nägel für Zelte sowie 22 000 Quadratmeter grünen Teppich gekauft, um Wiese zu imitieren und die Leute weich zu betten. Am Nachmittag kamen dann innerhalb von drei Stunden fast alle Campingbesucher. Im vergangenen Jahr hatte es sich besser verteilt. Außerdem konnten die Besucher auch gleich für das Festival einchecken, das dauerte dann pro Camper fünf statt einer Minute. Das ist zu lange. Das Check-in-System war zu kompliziert und viel zu aufwendig, das sorgte für Rückstau. Ich wäre auch unglaublich erbost, wenn ich fünf Stunden warten müsste, bis ich meinen Zeltplatz habe. Das war nicht gut, definitiv nicht.

BZ: Hätte man aber nicht für den schlimmsten Fall planen müssen? Dass nämlich alle auf einen Schlag kommen?
Gurath: Für vieles hat man ein Worst-Case-Szenario, aber vieles taucht währenddessen erst auf. Diese Fehleinschätzung von uns zog einen ganzen Rattenschwanz an Problemen nach sich.BZ: Am Freitagabend kam es zu einer brenzligen Situation, als rund 2000 Leute in die bereits volle Halle drängen wollten und die Polizei eingreifen musste, um Schlimmeres zu verhindern. Wie haben Sie diese Situation erlebt?
Gurath: Das meinte ich mit Rattenschwanz: Weil am Freitag fast 100 Prozent unserer Campingbesucher angereist sind, ...

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