"Sie geben Schwächen keinen Platz"

Anja Bochtler

Von Anja Bochtler

Sa, 21. Mai 2016

Freiburg

DREI FRAGEN AN Sozialpädagogin Sabine Lilly über eine Selbsthilfegruppe für Glücksspielsüchtige.

Sie werden mehr: Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Glücksspiel-Abhängigen bei den Ratsuchenden der Psychosozialen Beratungsstelle für Suchtgefährdete und Suchtkranke der Evangelischen Stadtmission bei 38,8 Prozent. Die Zahl steigt seit Jahren. Grund genug, neben der Einzelberatung noch ein anderes Angebot für Glücksspieler einzuführen: Seit Herbst gibt es eine begleitete Selbsthilfegruppe. Anja Bochtler sprach mit der Sozialpädagogin Sabine Lilli (47), die eine der beiden Gruppenleiterinnen ist.

BZ: Sind Glücksspiel-Abhängige eher jung und männlich – oder ist das nur ein Klischee?

Lilli: Die meisten, die zu uns in die Beratung kommen, sind tatsächlich im Schnitt rund zehn Jahre jünger als zum Beispiel Alkoholabhängige. Wer mit Alkoholproblemen kommt, ist durchschnittlich 47,6 Jahre alt, die Glücksspiel-Gefährdeten sind 37,1 Jahre. Der Frauenanteil wächst, doch die Mehrzahl sind Männer. Die ...

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