Existenzbedrohung

Sozialamt streicht wegen Pflegereform Mittel

Judith Reinbold

Von Judith Reinbold

Do, 05. Januar 2017

Freiburg

Ein alleinerziehender Vater fürchtet, seinen Beruf aufgeben zu müssen - und ein Pflegedienst Jobverluste.

Selbstständig zu sein und alleinerziehend, wäre für die meisten Menschen genug an Herausforderung. Doch bei Ronny Fahrenz kommt noch die 24-Stunden-Pflege seines Sohnes hinzu, der im Rollstuhl sitzt. Zum ersten Januar hat ihm das Sozialamt nun Leistungen gestrichen und begründet das mit der geänderten Pflegeversicherung – doch statt der von der Politik zugesagten Verbesserung hätte das zur Folge, dass der 50-Jährige sein Schuhmachergeschäft in Herdern aufgeben muss.

Seit seiner Geburt hat der inzwischen 21-jährige Michael Fahrenz eine Krankheit mit dem komplizierten Namen progressive Muskeldystrophie Duchenne. Er kann ein für den Muskelaufbau essenzielles Eiweiß nicht produzieren. Seit er sechs Jahre alt ist, sitzt Michael im Rollstuhl, inzwischen braucht er Betreuung rund um die Uhr. Tagsüber ist er acht Stunden in der Caritas-Werkstatt, wo er so weit wie möglich fit gehalten werden soll.

Doch weil Vater Ronny Fahrenz selbstständig ist, muss er eine Stunde vor seinem Sohn das Haus verlassen, und Michael kommt auch einige Stunden vor ...

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