Von 1870 bis 1936

Als Freiburg den deutschen Kolonialismus unterstützte

Anja Bochtler

Von Anja Bochtler

Mi, 02. Mai 2018 um 17:38 Uhr

Freiburg

BZ Plus Die Autoren der ersten städtischen Studie zum Kolonialismus zeigen, wie verbreitet und verankert rassistische Stereotype überall in Freiburg waren. Auch die Stadt selbst engagierte sich für die Kolonien.

Wie und wo zeigte sich der Kolonialismus in Freiburg? Die erste, von der Stadt in Auftrag gegebene Studie zu diesem Thema konzentriert sich auf die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, die zwischen 1870 und 1939 in Freiburg lebten. Die Autoren Heiko Wegmann und Bernd-Stefan Grewe ziehen ein klares Fazit: "Koloniales Gedankengut war weit verbreitet und in allen sozialmoralischen Milieus Freiburg fest verankert."

Die Kolonien stellten sich in großen Veranstaltungen vor
Zum Beispiel die Völkerschauen: Zwölf Mal zwischen 1882 und 1939 besuchten viele Freiburgerinnen und Freiburger Vorführungen, bei denen Menschen aus den Kolonien ihrem deutschen Publikum ihr Alltagsleben vorspielen sollten. Obwohl das große kommerzielle Veranstaltungen waren, sprachen die Organisatoren neben sensationslüsternen Neugierigen gezielt auch Wissenshungrige an. Noch stärker setzte das 1895 gegründete "Museum ...

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