Interessenvertretung

Freiburger Behindertenbeirat ist mit deutlich gestiegener Beteiligung gewählt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 26. März 2020 um 15:35 Uhr

Freiburg

Die Beteiligung an der Wahl des Freiburger Behindertenbeirats hat sich vervierfacht. 317 Wahlberechtigte haben ihre Stimme abgegeben – vor fünf Jahren waren es nur 84. Die Ergebnisse im Überblick.

Bei der dritten Wahl des Freiburger Behindertenbeirats am Sonntag, 15. März, haben 317 Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben. Wie die Stadt mitteilt, stieg die Wahlbeteiligung damit im Vergleich zur Wahl 2015 (84 )um fast das Vierfache.

Zuerst stand die Wahl der Delegierten von Organisationen der Behindertenhilfe an. Anschließend kamen 147 Wahlberechtigte ins Rathaus im Stühlinger, um ihre Stimme für 16 Menschen mit Behinderungen abzugeben. Weitere 170 haben per Briefwahl gewählt.

Für die Organisationen der Behindertenhilfe gibt es im Beirat fünf Plätze. Zur Kandidatur hatten sich zehn Organisationen gemeldet.Die Wahl fand in der Delegiertenversammlung von 10 bis 11 Uhr statt. Am Wahltag waren sieben von zehn Delegierten anwesend.

Folgende Delegierte erhielten die meisten Stimmen und engagieren sich künftig im Behindertenbeirat: Andrea Schwarz vom Ring der Körperbehinderten erhielt sechs Stimmen. Das Korczak-Haus Freiburg ist durch Silke Löer mit ebenfalls sechs Stimmen vertreten. Norbert Köthnig von der Lebenshilfe Breisgau konnte wie Florian Schmidt vom Reha-Verein fünf Stimmen sammeln. Auch Janice Santos von Autismus Südbaden wird künftig im Behindertenbeirat sein. Sie bekam vier Stimmen.

So viel Beteiligung wie noch nie

Bei der zweiten Wahl an diesem Tag beteiligten sich so viele Wähler und Wählerinnen wie noch nie. Insgesamt 317 Menschen gaben ihre Stimme für die 16 Plätze für Menschen mit Behinderungen ab. 15 Stimmzettel waren ungültig.

Bei der Wahl steht jeder Kandidierende für eine Behindertengruppe. Dieses Jahr gab es für alle Gruppen außer für die Gruppe der blinden Menschen einen oder mehrere Kandidierende. Von jeder Gruppe werden zunächst die Kandidierenden mit der höchsten Stimmenanzahl Mitglieder im Beirat. Die übrigen sieben Sitze werden an die Kandidierenden vergeben, die das höchste Gesamtergebnis an Stimmen erzielt haben.

Wer die meisten Stimmen innerhalb einer Gruppe hat, bekommt einen Sitz im Beirat. Bei dieser Wahl wurden neun Sitze so vergeben.

Für die Menschen mit einer körperlichen Behinderung wurde Philipp Hensel mit 128 Stimmen gewählt. 159 Wählerinnen und Wähler stimmten für Esther Grunemann in der Gruppe der Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Angela Debl erhielt in der Gruppe der Menschen mit einer chronischen Erkrankung 145 Stimmen. Andreas Faulmüller sammelte 139 Stimmen in der Gruppe der Menschen mit einer geistigen Behinderung. Oliver Maleika ist mit 116 Stimmen zukünftig für Menschen mit einer psychischen Behinderung im Beirat. Daniela Schmid steht mit 130 Stimmen für die Menschen mit Sehbehinderung. Für die Gruppe der Gehörlosen wird Zrinka Bebic Mitglied im Behindertenbeirat. Arnd Nitsche wurde mit 89 Stimmen gewählt und vertritt Schwerhörige. In der Gruppe der Kinder und Jugendliche mit Behinderung bekam Philipp Riedel mit 145 Stimmen die meiste Unterstützung.

Über die Anzahl der Gesamtstimmen ziehen zudem Lena Duffner (134 Stimmen), Michael Feller (127), Alexandra Haag (126), Doris Emmert (125), Andreas Wolf (119), Ulla Kunz-Pridöhl (117) und Christoph Kaiser (113) in den Behindertenbeirat ein.

Sollten Kandidierende die Wahl nicht annehmen oder im Lauf der Jahre ausscheiden, rücken diejenigen mit der nächsthöchsten Stimmenzahl nach. Die nächste Wahl findet in fünf Jahren statt.
Weitere Informationen: behindertenbeirat-freiburg.de

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