Masken statt Kutschen

Anika Maldacker

Von Anika Maldacker

Do, 17. September 2020

Freiburg

Christopher Street Day am Samstag unter Corona-Auflagen.

. Maskenpflicht statt Knutschen: Der Christopher Street Day findet im Corona-Jahr 2020 zwar am kommenden Samstag statt, aber in einer abgespeckten Variante. Statt durch die Freiburger Innenstadt zu defilieren, trifft sich die queere Community am Platz der Alten Synagoge. Die Kundgebung beginnt um 14 Uhr und endet um 18 Uhr. Auf der Versammlung schreibt der ausrichtende Freiburger CSD-Verein eine Maskenpflicht sowie einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen aus verschiedenen Haushalten vor. "60 Ordnerinnen und Ordner sollen dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden", erklärt Ronny Pfreundschuh vom Vorstand des Vereins. Dafür suchen die Veranstalter noch Freiwillige.

Auf dem Platz der Alten Synagoge soll es neben Infoständen auch ein Programm aus Redebeiträgen des CSD-Vereins, der Rosa Hilfe oder des Regenbogenreferats der Uni geben. Außerdem Drag-Shows und DJ-Sets. Der Verein rechnet mit rund 1000 Teilnehmern. "Wenn die Regeln nicht eingehalten werden, machen wir die Menge darauf aufmerksam und schalten die Musik aus", erklärt Kaya Dohrn vom CSD-Verein. Im schlimmsten Fall müsste die Kundgebung beendet werden. Doch die Veranstalter sind zuversichtlich, dass sich die Teilnehmenden an die Regeln halten.

Der CSD soll vom Streaming-Projekt "United We Stream" ins Internet übertragen werden. "Dann können auch Menschen, die Menschenansammlungen vermeiden, zusehen", erklärt Pfreundschuh.

Die große CSD-Party, durch die der CSD zum Großteil finanziert wird, fällt in diesem Jahr aus. Stattdessen findet an zwei Abenden ein "Queergarten" im Hans-Bunte-Areal im Außenbereich statt. Diese Veranstaltungen sind ausverkauft. "Damit haben wir den CSD am Samstag noch nicht komplett finanziert", erklärt Pfreundschuh. Mit dem CSD erinnert die queere Gemeinschaft an die Aufstände in der New Yorker Christoper Street 1969.

Info: Christopher Street Day, Samstag, 19. Sept., 14-18 Uhr, Platz der Alten Synagoge