Südbadischer Pokal

Freiburger FC und Denzlingen weiter, Bahlinger SC gescheitert

Matthias Kaufhold, Lukas Karrer und Andreas Klein

Von Matthias Kaufhold, Lukas Karrer & Andreas Klein

Do, 03. Oktober 2019 um 18:39 Uhr

Oberliga BaWü

Der Fußball-Oberligist Freiburger FC nimmt im Pokal den FC Teningen auseinander. Auch der FC Denzlingen ist weiter. Den Sprung ins Viertelfinale verpasste hingegen der Bahlinger SC .

Der Favorit ist draußen: Regionalligist Bahlinger SC scheitert bereits im Achtelfinale des südbadischen Fußballpokals. Am Tag der Deutschen Einheit begleiteten etliche Zwistigkeiten die Bahlinger 2:3 (1:2)-Heimniederlage gegen den Oberligisten SV Oberachern. Das Viertelfinale, das am 29. Februar 2020 angesetzt ist, erreichten aus dem Bezirk Freiburg hingegen der Freiburger FC (7:2 gegen den FC Teningen) und der FC Denzlingen (3:2 gegen den FC Radolfzell).

Bahlinger SC lange zu harmlos

Der Pokaltraum des Regionalligisten Bahlinger SC ist frühzeitig geplatzt. Gegen den klassentieferen Oberligisten SV Oberachern gelang es der Mannschaft von Axel Siefert und Dennis Bührer beim 2:3(1:2) nicht, das eigene Leistungsvermögen abzurufen. "In der Anfangsphase waren wir pomadig", haderte Axel Siefert speziell mit den ersten 25 Minuten seiner Elf. Das frühe Pressing der Gäste setzte dem BSC zu. So war das 0:1 folgerichtig, bei dem Nico Huber nach feinem Zuspiel des wuchtige Evans Erius nur noch einschieben musste (17.). "Unser Matchplan ist aufgegangen. Wir haben Bahlingen früh attackiert und schnell umgeschaltet", sagte Marc Lerandy, Trainer des SVO. Den zwischenzeitlichen Ausgleich von Erich Sautner per Handelfmeter konterte der ehemalige Bahlinger Gabriel Gallus (42.) noch vor der Pause zum 1:2.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber spielerisch ihre beste Phase. Mitten in diese Drangphase hinein schloss erneut Gallus einen Konter der Lerandy-Elf ab (64.). In der Folge zeigte sich Bahlingen bemüht, kam jedoch zu spät zum Anschlusstreffer durch den eingewechselten Tim Siegin (90.+3). Während des Spiels kam es mehrfach zu Rudelbildungen. Referee Luigi Satriano verteilte insgesamt elf Karten, einmal Rot.
Tore: 0:1 Huber (17.), 1:1 Sautner (28./FE), 1:2, 1:3 beide Gallus (42., 64.), 2:3 Siegin (90.+3). SR: Satriano (Zell i.W.). ZS: 580. Rote Karte: Schmittheisler (90.+5/SVO) – Tätlichkeit.

Sieben FFC-Tore in 39 Minuten

Nach der ersten Halbzeit suggerierte der 0:2-Pausenstand im Dietenbachsportpark, dass der überraschende Rücktritt des langjährigen Trainers Ralf Eckert vor wenigen Tagen den Freiburger FC aus der Bahn gebracht hätte. Allerdings schmeichelte dieser Zwischenstand den Gästen gehörig. Als der FC Teningen nach einer knappen Stunde erstmals im FFC-Strafraum vorstellig wurde und Tim Hodel auf Freistoßvorlage von Niklas Froß den Führungstreffer erzielte, hätten die Freiburger nach Riesenchancen von Gabriel Moser (3.), Fabian Sutter (9.) und Konstantin Fries (12.) schon 3:0 führen können. Tor Nummer zwei fiel jedoch erneut auf der anderen Seite. Timo Welz traf zum 0:2 für den Verbandsligisten. Fußball verkehrt. Aber nur bis zur Pause. Nach Wiederanpfiff sorgte der Oberligist von Beginn an für klare Verhältnisse, nutzte wenigstens ein paar der hochkarätigen Möglichkeiten und fertigte die zwar tapferen, aber hoffnungslos überforderten Teninger am Ende doch noch standesgemäß ab.
Tore: 0:1 Tom Hodel (14.), 0:2 Welz (24.), 1:2 Martinelli (51.), 2:2 Eggert (61.), 3:2 Enderle (62.), 4:2 Eggert (64.), 5:2 Gehring (73.), 6:2 Fellanxa (83.), 7:2 Amrhein (90.). Schiedsrichter: Doering (Brigachtal). Zuschauer: 300.

Denzlinger Willensleistung

Zum wiederholten Mal in dieser Saison hat der Verbandsligist FC Denzlingen ein Spiel nach Rückstand noch umgebogen. Obwohl die Mannschaft von Trainer Matthias Kammerknecht zur Pause gegen den FC Radolfzell mit 1:2 hinten lag, gelang noch ein 3:2-Heimerfolg und damit der Sprung unter die letzten Acht im Pokal. "Ich bin echt geschafft, das war eine nervenaufreibende Geschichte" sagte Kammerknecht. Dabei schien seine Mannschaft nach dem Elfmetertor zum 1:0 durch Christian Dichtel (Foul an Simon Walter, 16.) die Partie zu kontrollieren, ehe ein verpatztes Risiko-Dribbling von Torhüter Dominik Bergdorf den Radolfzellern den Ausgleich bescherte. Denzlingen war kurze Zeit von der Rolle und kassierte prompt das Tor zum 1:2-Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel aber kroch der FCD schnell wieder aus seinem kleinen Leistungsloch. "Die Mannschaft hat kapiert, dass sie zulegen muss", sagte Kammerknecht. "Mir kam es so vor, als ob sie den Fehler von Bergdorf wieder ausbügeln will", ergänzte der Vereinsvorsitzende Michael Kuwert. Bergdorf selbst hielt sein Team mit zwei Glanzparaden im Spiel, vorne aber löste trotz Lattentreffern und zahlreicher Chancen erst der starke Karl-Luis Dees per Kopf zehn Minuten vor Schluss den Knoten. Als alles schon auf eine Verlängerung der beiden Verbandsligisten zulief, wischte Anes Vrazalica einen Dichtel-Freistoß per Kopf zum 3:2-Siegtreffer ins Netz. Wie in der Liga gegen Teningen (3:3 nach 0:3) und im Pokal gegen den FV Herbolzheim (5:3 nach 0:3) holte Denzlingen einen Rückstand auf.
Tore: 1:0 Dichtel (16./FE), 1:1 Krieg (35.), 1:2 Stricker (37.), 2:2 Dees (80.), 3:2 Vrazalica (90.). Schiedsrichter: Nasser (Rust). Zuschauer: 250.