Dienstradleasing

Freiburger Jobrad gibt sich eine neue Rechtsform

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Mi, 10. August 2022 um 14:48 Uhr

Wirtschaft

Die Holding des bekannten Freiburger Dienstradleasinganbieters Jobrad bekommt eine neue Rechtsform. Außerdem gibt es personelle Veränderungen.

Die Muttergesellschaft des Dienstradleasing-Anbieters Jobrad und Jobrad Österreich wechselt die Rechtsform. Wie das Unternehmen bekanntgab, wird aus der Jobrad Holding GmbH eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Langfristig soll die Holding zu einer Europäischen Gesellschaft (SE), oft auch Europäische Aktiengesellschaft genannt, werden. Ziel ist, so die Jobrad-Gesellschafter Ulrich Prediger und Holger Tumat, die Jobrad Holding "ab dem neuen Jahr optimal für künftige Wachstumsvorhaben im In- und Ausland aufzustellen." Bereits jetzt gebe es vier Tochterunternehmen, die Zahl der Beschäftigten sei auf mehr als 600 Menschen gestiegen.

Ein Börsengang wird ausgeschlossen

Einen Börsengang schließen die Jobrad-Gesellschafter aber mit deutlichen Worten aus: "Wir bleiben ein inhabergeführtes und wertebasiert handelndes Unternehmen", teilten Tumat und Prediger mit. Tumat wird als Vorstandschef zusammen mit dem Finanzspezialisten Reiner Heine die Jobrad Holding leiten. Ulrich Prediger wechselt in den Aufsichtsrat der Jobrad-Muttergesellschaft: "In dieser Funktion kann ich noch stärker als bisher auf mein fahrradpolitisches Wirken konzentrieren und neue Impulse in die Organisation tragen."

Aufsichtsratschefin wird die Freiburger Gesellschaftsrechtlerin Barbara Mayer, Partnerin bei der Kanzlei Advant Beiten. Die Jobrad Holding GmbH verzeichnete 2020 laut Bundesanzeiger ein Konzernjahresergebnis von 27,2 Millionen Euro, der Bilanzgewinn lag bei 18,3 Millionen Euro.