Benefiz-Aktion

Freiburger Mountainbike-Verein sammelt Spenden für die Straßenschule

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 14. August 2020 um 12:36 Uhr

Freiburg

Den "Borderline"-Trail abfahren und dabei Geld spenden, das wohnungslosen Jugendlichen zugute kommt: Das ist das Konzept von Bike-Benefiz. Los geht’s am morgigen Samstag, 15. August.

Das Bike-Benefiz soll es auch in diesem Sommer geben, jedoch mit einem anderen Konzept. Im vergangenen Jahr hatte die Veranstaltung erstmals stattgefunden. Rund 450 Bikerinnen und Biker fuhren 2019 die auch außerhalb Freiburgs bekannte und beliebte Mountainbikestrecke "Borderline", dazu spielten Bands und der Verein Mountainbike Freiburg verkaufte Getränke und Kuchen.

"Wir wollten unsere Idee vom Bike-Benefiz jedoch keinesfalls aufgeben." Tina Rehberg, Initiatorin
Dank zahlreicher Spenden konnten am Ende 8500 Euro an den Verein "Initiative für unsere Kinder- und Jugendklinik" übergeben werden. In Corona-Zeiten sei eine solche Veranstaltung natürlich schwierig bis unmöglich geworden, teilten die Veranstalter am Donnerstag mit. "Wir wollten unsere Idee vom Bike-Benefiz jedoch keinesfalls aufgeben", sagt die Initiatorin Tina Rehberg. Deswegen hat sich der Mountainbike-Verein nun ein neues Konzept überlegt.

Verein hofft auf Spenden von Bike-Touristen

Vom 15. August bis zum 15. September hängen an den Freiburger Bikestrecken Plakate mit QR-Codes. Werden diese gescannt, kann ein Betrag gespendet werden. Dazu gibt es viele Aktionen mit besonderen Preisen. Der für viele Menschen unverständliche Reim "Wer spendet, der sendet" ist der Slogan der einmonatigen Benefiz-Aktion.

"Senden steht im Mountainbikerjargon für besonders gutes und schnelles Fahren", erklärt Mitorganisator Robin Schmidt. Man habe diesen Slogan gewählt, um viele Bikerinnen und Biker auf die Aktion aufmerksam zu machen, vor allem über Social Media, so Schmidt. Der Verein hofft auf zahlreiche Spenden, auch von Fahrradtouristen aus dem Umland. Zudem konnten trotz Corona-Krise schon einige Großspender akquiriert werden. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte sich das Organisationsteam dazu entschlossen, 2020 die Freiburger Straßenschule zu unterstützen.

"Wohnungslose Jugendliche und junge Erwachsene haben es besonders schwer, sind aber auf der Straße gleichzeitig oft weniger sichtbar", erläutern die Organisatoren ihre Entscheidung. Man gehe davon aus, dass der ganzheitliche Ansatz der Freiburger Straßen-Schule mit Streetwork, Tageseinrichtung, Kreativraum und Wohnprojekten den Jugendlichen helfen kann, Perspektiven zu entwickeln, und ihnen gleichzeitig ein Sicherheitsnetz bietet. Zudem sei es super, dass die eigenen, individuellen Ziele der jungen Menschen dort im Fokus stehen und ihnen kein vorgezeichneter Weg bereitet wird.
Mehr zur Aktion gibt es unter mountainbike-freiburg.com

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