Baumfällungen am Keidel-Bad

Freiburger SPD-Stadtrat: "Unrealistisch, dass Leute mit dem Bus ins Keidel-Bad fahren"

Simone Lutz, Fabian Vögtle

Von Simone Lutz & Fabian Vögtle

Di, 10. September 2019 um 10:37 Uhr

Freiburg

BZ-Plus Am Keidel-Bad sollen 190 Bäume gefällt werden. Was Freiburger Kommunalpolitiker darüber denken, darüber sprechen die Stadträte Michael Moos und Stefan Schillinger im Interview.

Dass im Mooswald 190 Bäume gefällt werden sollen, weil dem Keidel-Bad ein Parkplatz fehlt, stößt bei vielen auf Unverständnis. Was ist wichtiger: Klimaschutz oder Sachzwänge? Darüber haben sich Simone Lutz und Fabian Vögtle mit den Stadträten Michael Moos (Eine Stadt für alle) und Stefan Schillinger (SPD/Kulturliste) unterhalten.

BZ: Wie ist das für Sie als Kommunalpolitiker? Auf der einen Seite das große Thema Klimaschutz, auf der anderen die Notwendigkeit, das Keidel-Bad auszubauen?
Moos: Wir dürfen von Klimaschutz nicht nur reden. Wir müssen ernst machen, wenn es zum Konflikt kommt. Wir können nicht immer in alten, eingefahrenen Bahnen denken und kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen den Vorzug geben. Dies hier ist ein Fall, bei dem man exemplarisch klarmachen kann, ob wir Klimaschutz ernsthaft mit einem Kurswechsel in den Prioritäten betreiben wollen. Oder ob wir weitermachen wie bisher.
Michael Moos, 72, ist Rechtsanwalt, und vertritt seit 20 Jahren die Linke Liste im Gemeinderat.

Stefan Schillinger, 41, ist Realschullehrer und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD.
BZ: Das Forstamt hat die Zahl der Bäume auf Freiburger Gemarkung auf rund neun Millionen geschätzt. Ist da der Widerstand gegen die Abholzung von 190 Bäumen nicht reine Symbolpolitik?
Moos: Für mich ist es beides. Manchmal ...

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