Minseln

60 Jahre und kein bisschen leise – Froschen-Clique feiert Jubiläum

Petra Wunderle

Von Petra Wunderle

Mo, 20. Januar 2020 um 07:00 Uhr

Rheinfelden

60 Jahre alt, putzmunter und mit dem Schalk im Nacken: Das zeichnet die Minsler Froschen-Clique aus. Bei ihrer Geburtstagsparty am Samstag legten sie ganz schön los.

Die "alten Ober-Frösch" Edmund Maier und Bernd Thomann hatten alles im Griff und zusammen mit Frosche-Königin Anja II. verteilten sie an die Gäste Hochprozentiges mit der einstigen Maske in Miniformat. Dabei gab es verwunderte Blicke, denn eigentlich regiert ein "junger Frosch" die Jubiläumsclique: "Beste Grüße und Wünsche an Marc Bauer". Er konnte aus gesundheitlichen Gründen aber nicht beim Jubiläumsabend zum 60-jährigen Bestehen dabei sein.

Volles Haus zum Festakt

Die Atmosphäre einer Frosche-Bühne konnten die vielen Gäste genießen. Alle Gratulanten hatten ihre Glückwünsche zum Jubiläum mit dem Thema Frösche in Verse und Bilder ausgestattet. Dazu gab es Frosche-Hits mit D’ Maximale und dem örtlichen Musikverein, in dessen Händen zudem die Bewirtung lag.

Sogar die Kindergartenkinder überraschten ganz in Grün mit einem netten Liedchen. Die Laudatio war für die Ortsvorsteherin Pflicht, der Frosche-Powerpoint-Vortrag die Kür.

"Es gibt den gemeinen und den Meisler Frosch. Einer der Unterschiede: Der Meisler Frosch ist niemals gemein", Ortsvorsteherin Eveline Klein
Eveline Klein hat ihren Doktortitel in "Froschologie" an der "Uni Meisele" gemacht und gab einen tiefen Einblick in dieses spannende Wissensgebiet. "Es gibt den gemeinen und den Meisler Frosch. Einer der Unterschiede: Der Meisler Frosch ist niemals gemein", so die launige Rede. Dazu gab es lustige Bilder aus vergangenen Jahrzehnten, um dann mit der Aufforderung zu enden: "Verwandelt sich ein Frosch in einen hübschen Prinzen, wenn man ihn küsst? Das müsst ihr schon selber ausprobieren"! Die Gäste sahen das nicht anders und der Applaus war kräftig.

Für eine witzige, schräge Information sorgte ein bestens aufgelegter Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Als, wie er selbst sagte, "Ozume der Rathaus-Gilde", gab er bekannt: "Mit den Hochwassermaßnahmen im Baugebiet Weihermatten haben wir auch ein neues Gewässer für neue Frösche geschaffen". Für die Narrenzunft Rheinfelden bestätigte Ozume Michael Birlin: "Ihr seid ein cooler Haufen, ihr pflegt die Tradition und wenn ihr gerufen werdet, kann man sich auf euch verlassen".

Cliquen mit Ideen

Ideenreich traten die Cliquen Minsler Mohre, Schlößlehexen und die Letschte Buure auf die Bühne. Ausgestattet mit einem Mini-Schwimmbassin und langen Trinkhalmen luden sie zur Sause ein: mit Froschlaich – einem Mixgetränk aus Wodka und Orangensaft, die dritte Zutat ist ein Geheimnis und wird nicht verraten. "Froschlaich" ist das Getränk, das die Frosche an ihrer Bar stets ausschenken.

Latschari, Schmuggler, Höllsteiner Frösch und die Inflagrantis aus Basel zogen mit viel Sound in die Alban-Spitz-Halle ein. Die Gastgeber selbst ließen mit einer verrückten Idee die Halle beben. Die Frosche-Männer tanzten einen tollen Garde-Tanz, das Publikum war außer Rand und Band und erst nach drei Zugaben durften die erschöpften Frosche-Männer die Bühne verlassen. Das war grandios. Fazit: Volles Haus, super Stimmung, keine Zwischenfälle, alles ist bestens gelaufen.