Frust über rücksichtslose Hundehalter

Walter Holtfoth

Von Walter Holtfoth

Mo, 22. November 2021

Neuried

Bürger in Schutterzell beschweren sich über Hundekot / Neue Station am nördlichen Ortseingang.

Die Hinterlassenschaften von Hunden haben in der Schutterzeller Ortschaftsratssitzung zu einer regen Diskussion geführt. Auch den Bürgern schien das Thema auf den Nägeln zu brennen, kein Stuhl in den Publikumsreihen blieb unbesetzt.

Schon in der Frageviertelstunde äußerten sich die Besucher kritisch über das Verhalten mancher Hundebesitzer, die den Kot ihrer Tiere nicht aufsammeln und in den dafür aufgestellten Boxen entsorgen. Stimmen wurden laut, Beschuldigungen gegen die Halter teilweise derb formuliert. Die Stimmung war aufgebracht.

Neue Station hilft nur, wenn Hundehalter mitmachen

Ortsvorsteher Thomas Eble empfahl dem Ortschaftsrat, weitere Hundestationen in Schutterzell zu installieren. Er äußerte jedoch Bedenken, weil abzusehen sei, dass sich an der Situation und dem Grund vieler Beschwerden nichts ändern werde, solange viele Hundebesitzer undiszipliniert mit dem Thema umgehen.

Eble gab im Verlauf der Diskussion zu bedenken, dass weitere Hundestationen zusätzliche Arbeit für die Mitarbeiter des Bauhofes bedeuten. "Und wenn der Hundekot mit und ohne Beutel dann weiter in der Gegend herum liegt, dann ist das einfach ärgerlich." Christoph Tscherter (SPD) stimmte dem zwar zu, wünschte sich aber die Aufstellung von zwei weiteren Stationen. Eine Station schlage mit 2000 Euro zu Buche, erklärte Eble. Der Ortschaftsrat einigte sich schließlich auf eine neue Hundetoilette am nördlichen Ortseingang auf der Höhe des Willkommensschildes. Mehrmals fiel in der Sitzung auch die Forderung, die Hundesteuer weiter zu erhöhen. Auf die Beschwerden hin regte Thomas Eble an, dass die Bürger Beobachtungen zur Anzeige bringen können. Auch beim Verdacht, dass Hunde ohne Steuermarke gehalten werden.