"Gäste zu Fans machen"

Hans-Peter Müller

Von Hans-Peter Müller

Do, 25. Februar 2021

Bad Krozingen

Online-Tourismuskonferenz des Bad Krozinger Verkehrsvereins.

. "Panik ist kein guter Ratgeber, wir brauchen Perspektiven." Um diese Perspektiven zu bekommen, hatte Gabriela Moser, die Vorsitzende des Bad Krozinger Verkehrsvereins, zur Online-Tourismuskonferenz geladen. Mehr als zwei Dutzend Hoteliers, Gastronomen und Tourismusexperten schalteten sich am frühen Dienstagabend zu, um in diesen schweren, von Betriebsschließungen bestimmten Pandemiezeiten, ein wenig Hoffnung und Zuversicht zu erhalten und die triste Lage zu diskutieren.

Bad Krozingens Bürgermeister Volker Kieber zeigte sich in der digitalen Runde optimistisch, was Öffnungsperspektiven angeht, denn "wir können nicht riskieren, dass unsere Innenstädte ausbluten".

Gastredner Hansjörg Mair wollte zwar "nichts schönreden, denn die Pandemie hat wie im Brennglas positive wie auch negative Dinge unserer Branche und unserer Region zum Vorschein gebracht". Doch der Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH verstand es, den Zugeschalteten Zuversicht zu vermitteln und ihnen Chancen aufzuzeigen. Studien zeigten, dass man das Vor-Corona-Niveau des Rekordjahrs 2019 bis 2023/24 wieder erreichen könne. "Die Menschen wollen wieder reisen, die Sehnsucht danach wächst", so Mair, der den Schwarzwald als Destination für bestens geeignet hält für die derzeit vorherrschenden Wünsche nach individueller Anreise und Urlaub abseits der Massen.

Wichtig sei es, "abhängig von Entscheidungen, die wir nicht beeinflussen können", schnell und flexibel zu sein, das Vertrauen zu den Stammgästen auszubauen und auf multioptionale Angebote zu setzen, etwa für Radtouristen auch Wandermöglichkeiten parat zu haben.

Die "Weltmarke Schwarzwald" habe mit ihren Themen Wein, Kulinarik und Gesundheit alle Chancen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen, wenn jetzt die Hausaufgaben gemacht würden. Dabei wolle er mit seiner Organisation und deren neuem Kompetenzzentrum Hilfestellung für die praktische Arbeit geben, bei der es letztlich darum gehe, "die Gäste zu Fans zu machen", so Mair.

Rolf Rubsamen, der Geschäftsführer der Bad Krozinger Kur und Bäder GmbH, stimmte gerne ein und stellte wie schon bei der Bilanz-Pressekonferenz für 2020 auch in diesem Kreis die Erweiterungs- und Zukunftspläne für die Vita Classica vor (BZ vom 20. Februar). "Mit unseren Angeboten rund um Bewegung, Ernährung und Entspannung integriert in eine offene Badekur können wir das Ziel erreichen, mehr Kurzurlauber nach Bad Krozingen zu bringen", so Rubsamen, der bei allen Spar-Notwendigkeiten als entscheidenden Faktor für eine gute Zukunft wichtig fand, "dass die Lust daran hoch bleibt, Gäste gut zu bewirten".