Gartenfreunde können im Grünen verweilen

khß, bz

Von Karin Heiß & BZ-Redaktion

Do, 15. August 2019

Simonswald

In Oberprechtal und Simonswald öffnen in den kommenden Tagen drei Gärten ihre Türen für interessierte Besucher.

ELZACH/SIMONSWALD (BZ/khß). Zum Abschluss für diesen Sommer laden beim "Tag der offenen Gartentür" nochmals drei Gärten im Tal dazu ein, im Grünen zu verweilen. Am kommenden Sonntag, 18. August, kann der Pfarrgarten in Oberprechtal, Triberger Straße 11, von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Dieser historische Garten mit Bauerngartencharakter wird von fünf Ehrenamtlichen bewirtschaftet. Die Parzellen sind unterschiedlich bepflanzt – vom schlichten Nutzgarten bis zu Heilkräutern der Region. Auch die Grundschule Oberprechtal hat ein eigenes Beet. Die verwunschene Lage an der Elz macht den Pfarrgarten zu etwas ganz Besonderem.

Neu unter den Teilnehmern sind 2019 Stefan Gischkat und Thomas Kaltenbach vom Wisdishof, Hornweg 4, in Simonswald. Ihre Gartentür ist am Sonntag, 18. August, von 11 bis 17 Uhr ebenfalls für Besucher geöffnet. Das Gärtchen liegt in reizvoller landwirtschaftlicher Lage unterhalb der Hofkapelle. Die Beete sind mit Stauden und Gemüse bepflanzt. Auch die Kapelle wurde aus historischen Materialien sehr gefühlvoll neu eingerichtet und fügt sich in das kleine, in letzter Zeit wiederbelebte und besonders gestaltete Gärtchen ein.

Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts lag der Bauerngarten neben dem Backhaus des Hofs. Garten und Gebäude verfielen zusehends. Nachdem 2010 ein Teil des baufälligen Backhauses von Thomas Kaltenbach, dem Inhaber des Hofs, zu einer Kapelle umgestaltet wurde, fanden im Garten einige alte Grabsteine Platz. Die Bepflanzung mit Buchsbaum fiel 2017 dem Buchsbaumzünsler zum Opfer. Eine Neukonzeption stand an: Mit übrig gebliebenem Baumaterial wurden von Kaltenbach – zusammen mit Stefan Gischkat – 2018 der Bauerngarten reaktiviert und viele Pflanzen aus dem alten Garten verwendet. Im Frühjahr 2019 kam eine Wasserstelle hinzu. Die beiden Gartenliebhaber lernten sich auf einer Kunstveranstaltung im Wisdishof kennen. Gischkat studierte Biologe, ist Lehrer und hat ein Faible für Pflanzen und Anlage von Gärten. Kaltenbach zeigte ihm den durch den Buchsbaumzünsler zerstörten Bereich. Der Hofinhaber wollte wieder einen Bauerngarten, der zum Hof und zur langen Tradition der Bauernheiler passt. So kam es zur Gestaltung mit Grabsteinen und Kräutern.

Der reaktivierte Garten steht noch am Anfang. Er werde seine volle Wirkung erst in einigen Jahren entfalten, so der Hofeigentümer, und hat vier Bereiche: Zwischen den Grabsteinen wachsen viele Kräuter und Heilpflanzen. Hier wolle man an die Vergänglichkeit und lange Tradition der Bauernheiler auf dem Hof erinnern. Daneben der Bauerngarten mit Wegkreuz und Mischung aus Nutzpflanzen und Blumen sowie eine Wasserstelle mit Ruhebank. Vor der Kapelle sind Töpfe mit Knollenbegonien, Klee und Fuchsien. Die Kapelle wurde aus alten Materialien neu errichtet. Der Wisdishof liegt landschaftlich sehr reizvoll.

Heike und Lothar Hug, Untertalstraße 14 e, in Simonswald
, öffnen wieder am kommenden Dienstag, 20. August, von 15 bis 18 Uhr die Türe zu ihrer schönen kleinen grünen Oase. Der kleine Nutz- und Obstgarten in Untersimonswald, welcher in die offene Landschaft übergeht, hat unter anderem Staudenbeete, Wasserelemente und eine Kräuterspirale mit Gabionen zu bieten. Am Haus direkt kann man nicht parken. Autofahrer werden gebeten, ihr Fahrzeug am Parkplatz bei der Zimmerei Baumer abzustellen.

Weitere Informationen/Anfahrt: http://www.landkreis-emmendingen.de