Gebühren steigen in Heuweiler

Andrea Steinhart

Von Andrea Steinhart

Di, 19. Mai 2020

Heuweiler

Einstimmiges Votum im Rat.

HEUWEILER (ast). Die Gemeinderäte Heuweiler haben einstimmig der neuen Kalkulation der Verwaltungsgebühren zugestimmt. Die Satzung trat zum 15. Mai 2020 in Kraft. Die bisher geltende Gebührensatzung stammt vom 16. Juli 2001.

"Seit der letzten Anpassung sind viele Kosten und vor allem die Gehälter gestiegen", erläuterte Bürgermeister Raphael Walz den Schritt. Die letztmalige Kalkulation der Gebühren liege mehr als zwei Jahrzehnte zurück. So berücksichtigen die bisher erhobenen Gebühren weder die veränderte Personalsituation der Gemeinde noch die höheren Personalkosten und auch nicht die veränderten Fallzahlen. Auch in Gundelfingen wurde die Verwaltungsgebührensatzung aktualisiert. "Da macht es Sinn, dass wir uns in Heuweiler dem anschließen", sagte Kämmerer Felix Altmann, der die Satzung in der Gemeinderatsitzung vorstellte.

Ausgearbeitet wurde die neue Satzung vom Büro Allevo Kommunalberatung. Durch die Neuberechnung ergeben sich nun erhöhte, der Leistung entsprechende Gebührensätze, sagte Altmann. So kostete eine Meldebescheinigung bisher fünf Euro, jetzt müssen die Bürger neun Euro dafür bezahlen. Für die allgemeinen Verwaltungsgebühren gab es bisher einen Spielraum von einem Euro bis 250 Euro. Nun wird pro Fall 14 Euro berechnet. Auch die Ausstellung eines Fischereischeins hat sich erhöht. Kostete der Schein für zehn Jahre bisher 20,45 Euro, muss der Angler nun 36,50 Euro bezahlen.

"Mit Hilfe der neuen Satzung sind die Gebühren auch wesentlich transparenter", betont Claudius Stahl (Neue Liste), der noch darauf hinwies, dass die Gemeinderäte sich vor der Corona-Krise über die neuen Gebühren beraten hatten.