Verkehr

Gefahrgutkontrolle bei Offenburg deckt teils schwere Mängel auf

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 22. Mai 2022 um 17:30 Uhr

Offenburg

Mängeln bei Gefahrguttransporten auf der Spur waren Polizei, Eichamt und Zoll in Offenburg. Kontrolliert wurden rund 100 Fahrzeuge. Ein Fahrer hatte noch nicht einmal einen Führerschein.

Gelohnt hat sich eine eine Großkontrolle auf dem Parkplatz Undiz auf der A5, bei der Einsatzkräfte verschiedener Dienststellen in der vergangenen Woche Gefahrguttransporte ins Visier genommen haben. Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Offenburg, unterstützt durch Kolleginnen und Kollegen der Autobahnpolizei aus Weil am Rhein, der Wasserschutzpolizei aus Kehl (Polizeipräsidium Einsatz), des Eichamtes und des Zolls kontrollierten rund 100 Fahrzeuge und deren Fahrer. Von Motorradstreifen auf dem Parkplatz gelotst, endete für mehrere Transporter laut Polizeipräsidium die Weiterfahrt.

96 Fahrzeuge und 76 Auflieger sowie Anhänger wurden durch die Polizei einer genaueren Überprüfung unterzogen. Dabei mussten insgesamt fünf Gefahrguttransporter aufgrund von Ladungssicherungsverstößen ihre Fahrt unterbrechen und durften sie erst nach einer Beseitigung der Verstöße fortsetzen. Es wurden mehr als 20 Verstöße gegen die Sozialvorschriften bei Berufskraftfahrern im Bereich Gefahrgut, das gefahrgutrechliche Vorschriften und weitere Ladungssicherungsverstöße festgestellt. Bei zwei Pkw wurden Mängel festgestellt, die zu einem Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Weiter fanden die Kontrollkräfte auch einen Fahrer der nicht im Besitz eines Führerscheines war, sowie zwei Männer, die sich ohne gültigen Aufenthaltserlaubnis in der Bundesrepublik befanden.

"Erste Hilfe" für eine Jungkrähe

Ein Fahrzeug hatte derartige Mängel an der Bremsanlage, dass nach einer Vorführung bei einem Sachverständigen die Weiterfahrt komplett endete. Den Fahrer erwartet ein Bußgeldbescheid von rund 1000 Euro. Die Kontrollen des Eichamtes führten an mehreren Fahrzeugen zu insgesamt drei Verstößen.

Auch die Einsatzkräfte des Zoll leiteten bei zwölf überprüften Fahrzeugen und 14 Personen Ermittlungen ein, die im Nachgang Erkenntnisse erbringen sollen, ob Schwarzarbeit oder andere arbeitsrechtliche Verstöße vorliegen. Nicht zuletzt war sogar das Tierheim schließlich in den Einsatz eingebunden: Am Rande der Kontrolle stürzte eine junge Krähe aus ihrem Nest auf das Dach eines Streifenwagens. Trotz "Erster Hilfe" verschlechterte sich deren Zustand zunehmend, woraufhin sich die alarmierten Helfer des Offenburger Tierheimes weiter um den Jungvogel kümmerten.

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