Eine Punkteteilung zum Hinrundenabschluss

Eyüp Ertan

Von Eyüp Ertan

Mo, 02. Dezember 2019

SC Freiburg

Fußballerinnen des SC Freiburg trennen sich 3:3 vom Team aus Frankfurt / Der SC Sand gewinnt sein Heimspiel gegen Köln mit 2:1.

FREIBURG. Mit einem 3:3 gegen den 1. FFC Frankfurt haben die Spielerinnen des SC Freiburg am ersten Advent die Hinrunde abgeschlossen. Wieder einmal kassierten die Freiburgerinnen vermeidbare Gegentore.

Von einer "gefühlten Niederlage" sprach Birgit Bauer nach dem Abpfiff. Die Managerin des SC Freiburg war enttäuscht darüber, dass der Sportclub gegen Frankfurt kurz vor Schluss das entscheidende Gegentor hinnehmen musste. Laura Feiersinger stand am Ende einer Frankfurter Kombination, bei der die Freiburger Defensive stets einen Schritt zu spät kam (88.). Auch deshalb musste Nationaltorhüterin Merle Frohms am Sonntagnachmittag erneut drei Mal hinter sich greifen.

Die Hinrunde haben die Freiburgerinnen folglich mit 14 Punkten auf dem achten Rang abgeschlossen – deutlich hinter den eigenen Erwartungen. Eklatant ist hierbei weniger die Punkteausbeute als die Tordifferenz: 31 Gegentore kassierten die Freiburgerinnen in den bisherigen elf Saisonspielen, im Schnitt 2,8 Treffer.

Bereits in der sechsten Minuten kam Janina Minge im eigenen Strafraum zu spät gegen Frankfurts Laura Freigang, Laura Feiersinger netzte anschließend souverän vom Elfmeterpunkt ein. SC-Trainer Daniel Kraus hatte – unter anderem aufgrund der Sperre von Virginia Kirchberger – rotiert und eine gänzlich neue Viererkette aufgeboten; lange konnte aber auch diese nicht die Null halten.

Spielerische Höhepunkte bot die erste Hälfte lediglich einen weiteren: Technisch anspruchsvoll konnte SC-Stürmerin Klara Bühl nach starkem Dribbling den Ball im Frankfurter Tor unterbringen (30.). Sie war gemeinsam mit Lisa Karl eine der wenigen Freiburgerinnen, die unermüdlich das SC-Spiel anzukurbeln versuchte und durch stetiges Engagement überzeugte.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten die Freiburgerinnen ein anderes Gesicht: Spielerische Freude und Kombinationsfußball führten dazu, dass der Sportclub im Gegensatz zur ersten Halbzeit deutlich mehr Spielanteil erlangte. In ihrer stärksten Phase trafen die SC-Spielerinnen gleich doppelt: Zunächst konnte Debütantin Meret Wittje nach einem Eckball das 2:1 erzielen (56.), ehe Klara Bühl ihren Doppelpack schnürte (63.). "Ich freue mich natürlich über das Tor", sagte Wittje, die vor der Saison vom VfL Wolfsburg zum Sportclub Freiburg gekommen war. Doch auch ihre Stimmung war gedrückt ob der drei Gegentreffer und des damit verpassten Heimsiegs gegen die Hessinnen.

Daniel Kraus’ Fazit fiel "durchwachsen" aus. Der Freiburger Trainer sagte nach dem Spiel: "Hinten raus haben wir leidenschaftlich gespielt, aber es nicht geschafft, den Ball länger zu halten – dann bist Du nur am Verteidigen und hast irgendwann Lücken." Freigang (69.) und Feiersinger (88.) hatten das 2:3 und das 3:3 erzielt. Kraus kritisierte zudem die Gäste: "Was mich auch ärgert, ist, dass die Frankfurter sehr aktiv waren, was das Fordern von Freistößen angeht."

Die Freiburgerinnen starten am kommenden Freitag (19.15 Uhr) mit einem Auswärtsspiel in München in die Rückrunde. Dann geht es gegen Ex-Trainer Jens Scheuer und sein Team.

Der zweite südbadische Vertreter in der Frauen-Bundesliga, der SC Sand, beendete die Hinserie mit einem Heimsieg. Vor 264 Zuschauern erzielten Michaela Brandenburg (41.) und Ricarda Schaber (48.) die Treffer beim 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln, der durch Rachel Rinast (71.) nur zum Anschlusstreffer kam.

Der SC Freiburg spielte mit: Frohms – Karl, Minge, Wittje, Megroz – Starke, Lotzen (80. Sanders), Knaak (46. Hegenauer), Vojtekova (74. Wieder) – Beck, Bühl.