Brandstiftung

Gegen mutmaßliche Verursacher des Emmendinger Imbissbrands wird bereits ermittelt

pam, mr

Von Patrik Müller & Michael Sträter

Do, 19. Mai 2022 um 15:35 Uhr

Emmendingen

Bereits im Februar wurden vier Jugendliche ermittelt, die für zwölf Brände verantwortlich sein sollen. Drei dieser Jugendliche sind nun verdächtig, auch den Brand einer Imbissbude in Emmendingen gelegt zu haben.

Obwohl seit rund drei Monaten gegen eine Gruppe von vier Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren wegen mehrfacher Brandstiftung ermittelt wird, besteht bei drei Gruppenmitgliedern nun der Verdacht, dass sie auch für den Brand des Schnellimbisses in Emmendingen am Wochenende verantwortlich sind.

Der Imbiss in der Denzlinger Straße brannte in der Nacht von Sonntag, 16. Mai, auf Montag, 17. Mai nieder, dabei entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 100 000 Euro. Die Emmendinger Feuerwehr war mit rund 60 Einsatzkräften und mehreren Fahrzeugen vor Ort, da die Flammen bereits auf eine benachbarte Lagerhalle übergegriffen und erheblichen Schaden angerichtet hatten.

Verdächtigen sind polizeibekannt

Die Verdächtigen sind polizeibekannt. Am 17. Februar hatten Beamten bekanntgegeben, dass sie vier Personen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren im Verdacht habe, mindestens zwölf Feuer gelegt und einen Sachschaden von rund 70 000 Euro verursacht zu haben. Sie sollen in Waldkirch und Emmendingen überwiegend Mülltonnen angezündet haben. Bei den Verdächtigen handelt es sich um drei Männer und eine Frau, sagte Martina Wilke, Sprecherin der Freiburger Staatsanwaltschaft, auf Nachfrage der BZ. Nun bestätigt Polizeipressesprecher Michael Schorr, dass es sich bei den drei Tatverdächtigen, die bereits eine Stunde nach dem Brand der Imbissbude in Emmendingen von der Polizei gestellt wurden, um eben jene drei Männer handelt, gegen die bereits ermittelt wird. Gegen einen der Verdächtigen wurde Haftbefehl erlassen, er befindet sich zurzeit in Untersuchungshaft.

Ein Tatverdächtiger sitzt in U-Haft

Den Männern, zwei von ihnen seien bereits polizeibekannt, kam die Polizei auf die Spur, als recht früh nach der Brandmeldung erste Hinweise von Passanten gemacht werden konnten. "Daraufhin wurde eine Fahndung an verschiedenen neuralgischen Punkten eingeleitet, so dass die Kollegen die Verdächtigen dann auch rasch aufgreifen konnten", sagt Schorr. Bei der Kontrolle hätten sich die Verdachtsmomente schnell erhärtet.

Zu klären sei nun die Frage, ob bei den Bränden stets dieselbe Gruppe aktiv war oder ob es wechselnde Personenkonstellationen gegeben habe. Dazu werde noch ermittelt. Zu den strafrechtlichen Folgen äußerte sich die Staatsanwaltschaft auch deshalb noch nicht.