Gemeinderat für besseren Busverkehr

Martin Pfefferle

Von Martin Pfefferle

Sa, 27. März 2021

Schliengen

Der Schliengener Rat hat sich mit dem Entwurf des Nahverkehrsplans beschäftigt.

In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Schliengener Gemeinderat mit der Stellungnahme der Gemeinde zum Entwurf des Nahverkehrsplanes des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) befasst. Der ZRF möchte den Busverkehr auch bezüglich den für Schliengen bedeutsamen Buslinien ändern.

Grundsätzlich wird vom ZRF eine stärkere Anbindung der Buslinien an den Schienen-Personen-Nahverkehr (SPNV) verfolgt. Busverkehre parallel zu Schienenwegen sollen die absolute Ausnahme darstellen. Für Schliengen bedeutsame Änderungen sind zum einen, dass die Linie 4 auf dem Gebiet des ZRF eine neue Streckenführung bekommt: Müllheim – Neuenburg – Schliengen. Der Takt ist mit dem SPNV in Schliengen verknüpft. Zum anderen geht es um die Linie 264, diese geht auf dem Gebiet des ZRF zum Teil in eine neue Regiobuslinie und den SPNV über. Beide Linien sind kreisüberschreitend. Wie die Anbindungs Schliengens aus dem Gebiet des Landkreises Lörrach sichergestellt wird, sei noch nicht abschließend geprüft, so Bürgermeister Christian Renkert. Tatsache ist auf alle Fälle, dass die Linien angepasst werden müssen. Nicht betroffen von der Linienkürzung seien die Schülerverkehre, betonte Renkert.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde, um eine Erweiterung von Karsten Willmann (Grüne) ergänzt, einstimmig angenommen. Gefordert wird die Sicherstellung von Busverbindungen, die mindestens die bisherige Versorgungsfrequenz für Schliengen und seine Ortsteile aufweisen. Zudem müssten Parallelverkehre von Bus und Bahn weiterhin möglich sein, um eine nutzerfreundliche Bedienqualität zu erbringen. Denn eine Fahrt von einem Ortsteil Schliengens etwa nach Müllheim wird nicht wahrgenommen, wenn man am Bahnhof Schliengen vom Bus auf die Bahn umsteigen muss, um dann am Müllheimer Bahnhof wieder von der Bahn in den Bus umzusteigen.

Zum dritten Punkt gab es unterschiedliche Meinungen: Eine Buslinie zum touristisch bedeutsamen Hochblauen ist wieder einzurichten. Da die Nutzung sehr wetterabhängig sei, könne man vielleicht eine Lösung mit dem Betreiber finden. Thomas Sattler (Freie Wähler) argumentierte für eine Buslinie auf den Hochblauen, damit diese zur Verfügung stehe, sobald das gastronomische Konzept dort oben greife. Jürgen Czech (CDU) drängte darauf, auf dem Blauen eine Buswendespur einzurichten, damit es auch bei gutem Wetter kein völliges Verkehrschaos gebe.

Barbara Theurer (SPD) wollte die Bevölkerung zum Sammeln von Unterschriften auffordern, da dies ihrer Meinung nach bei den Verantwortlichen besser greife, als Briefe zu schreiben oder Anträge zu stellen. Willmanns Vorschlag, die Tarifstruktur zu verändern, so dass nicht zwei Regiokarten nötig seien, fand zusammen mit den Vorschlägen der Verwaltung eine Mehrheit ohne Gegenstimmen.