Merzhausen

Gen-Analyse: Wolf vor den Toren Freiburgs nachgewiesen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 03. Dezember 2020 um 15:16 Uhr

Merzhausen

Das am 24. November in Merzhausen gerissene Schaf ist laut Umweltministerium von einem Wolf getötet worden. Das habe eine Gen-Analyse bestätigt. Ob der Wolf weitergezogen sei, wisse man nicht.

Der Wolf ist vor den Toren Freiburgs angelangt: Die Gen-Analyse der Rissabstriche habe ergeben, dass es sich um einen Wolf mit dem Haplotyp HW01 handelt, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Dieser Haplotyp sei typisch für die mitteleuropäische Flachlandpopulation.

Damit sei auch nachgewiesen, dass es sich bei dem Angreifer nicht um einen der beiden im Schwarzwald sesshaften Wölfe mit den Bezeichnungen GW852m und GW1129m handelt. Ob sich der Wolf noch im Schwarzwald aufhält oder weitergezogen ist, lasse sich nicht sagen.

Die Verbände und die örtlichen Wildtierbeauftragten seien informiert. Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf oder Risse sollten umgehend der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) gemeldet werden: 0761/4018-274.

Merzhausen liegt im Fördergebiet Wolfsprävention. Das Umweltministerium empfiehlt dringend, den Herdenschutz dort wolfsabweisend zu gestalten. Im Fördergebiet Wolfsprävention erhalten Nutztierhalterinnen und –halter bis zu 100 Prozent der Kosten für einen wolfssicheren Grundschutz ihrer Tiere erstattet. Bezuschusst werden unter anderem die Material- und Erstellungskosten wolfsabweisender Elektrozäune.

Mehr zum Thema: