Krebsdiagnose aus Indien

Susanne Donner

Von Susanne Donner

Mo, 03. Februar 2014

Gesundheit & Ernährung

Immer mehr Kliniken lassen ihre Röntgenbilder von Ärzten in Übersee beurteilen / Ein Trend mit Nebenwirkungen.

Es ist stockdunkel in dem winzigen, kaum einen Meter breiten Raum, als der Radiologe der Charité in sein Mikrophon spricht: "Frische Ischämie rechts frontal. Darüber hinaus vaskulär-ischämische Läsionen beidseits occipital." Kaum hat er den Hirninfarkt diagnostiziert, tauchen die Fachbegriffe als Text auf einem Monitor auf. Eine Spracherkennungssoftware macht es möglich. Keine fünf Minuten, dann ist der Befund zu den MRT-Bildern verfasst. Der Radiologe klickt die Bilder weg und öffnet das nächste Schwarz-Weiß-Bild eines Gehirns. Auch diesen Patienten hat er nie zu Gesicht bekommen.

Muss er auch nicht. Radiologie funktioniert sogar über Tausende Kilometer Entfernung, hat der gebürtige Inder Biju Thomas Mathew erkannt. Der Kardiologe vom Katholischen Klinikum Ruhrgebiet Nord hat 2010 das Unternehmen Heidelberg Medical Consultancy in Indien gegründet, das Hirnscans, Röntgenaufnahmen und Mammografien rund um den Globus auswertet. Die Befunde schreiben über 100 indische Radiologen – als Freiberufler. Nur fünf Festangestellte arbeiten für das Teleradiologie-Start-up.

Eine Wachstumsbranche:

die Teleradiologie

Mathew ist mit seiner Idee nicht alleine. Dutzende Unternehmen in Osteuropa, China und Indien suchen nach Tumoren und Schlaganfällen in den Bildern ...

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