Wissenschaft

Länger jung als früher: Altwerden wird immer besser

Anita Rüffer

Von Anita Rüffer

Mo, 13. Juli 2015 um 11:06 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Alt, vertrottelt, gebrechlich? Eher intelligent, lebenserfahren und aktiv. Das Bild der älteren Generation befindet sich im Wandel. Grund dafür ist das Gehirn: Es bleibt heute länger jung als früher.

Die von Bismarck um 1880 eingeführte Sozialversicherung gilt bis heute als wegweisend. Noch bis vor kurzem lag der Beginn des Rentenalters unverändert bei 65 Jahren. Zu Bismarcks Zeiten allerdings muss das Gesetz eine Art Mogelpackung gewesen sein: Nicht viele sind damals so alt geworden. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag bei 50 Jahren. Heute hingegen erreichen 75 Prozent eines Jahrgangs das 65. Lebensjahr. Vor den meisten liegt dann noch eine ordentliche Zeitspanne, in der sie ihr Leben aktiv gestalten können.

"Die Zeit des Siechtums wird immer kürzer, die des gesunden Alterns immer länger", stellt Professor Mathias Berger fest. Für den ärztlichen Direktor der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie an der Freiburger Uniklinik ist es deshalb "ein relativ neues Phänomen, sich mit dem Alter zu beschäftigen". Mehr als 17 000 Über-Hundertjährige leben derzeit in Deutschland. 1960 kamen nur 250 in dieses Alter – und der Bundespräsident konnte noch jedem Einzelnen gratulieren. Wer heute geboren wird, kann mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, die Hundertermarke zu knacken.

Das Bild vom Alter hat nicht Schritt ...

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